Riesiges Orang Utan Männchen sitzt im Gunung Leuser Nationalpark und blickt in die Kamera von Auszeit Abenteuer Dschungeltrekking in Sumatra

Heute nehmen wir euch mit auf eines unserer absoluten Highlights: Unsere große Reise durch Indonesien! Für Mario und mich ging es von Juli – August über Singapur, Bali und Lombok bis in den wilden Norden – nach Sumatra, genauer gesagt nach Bukit Lawang. Dieser Ort ist das Tor zum legendären Gunung Leuser Nationalpark und ein echtes Paradies für alle Tierliebhaber.

In diesem Blogbeitrag erzählen wir dir von unserem unvergesslichen Dschungel-Abenteuer. Wir sind tief in den Regenwald eingetaucht, haben viele verschiedene Affenarten in freier Wildbahn entdeckt und standen plötzlich den faszinierenden Orang-Utans gegenüber. Ein Gänsehaut-Moment, den wir niemals vergessen werden. 🦧🌿

Damit auch dein Trip perfekt wird, erfährst du hier alles zu unserer Tour, den Kosten, wie du den richtigen Guide findest und unsere besten Tipps für deinen Aufenthalt in Bukit Lawang.

Bohorok Fluss in Bukit Lawang am Rande des Gunung Leuser Nationalparks Sumatra mit bunten Guesthouses und tropischer Vegetation

Die Anreise: Eine Herausforderung für die Bandscheiben

Unsere Anreise von Medan nach Bukit Lawang hatten wir mit einem öffentlichen Bus begonnen und die Anfahrt in den Gunung Leuser Nationalpark war ein ordentliches Geschaukel, da die Straßen nicht in bestem Zustand waren. Eine echte Herausforderung für unsere Bandscheiben, aber was tut man nicht alles, um wilde Orang Utans zu sehen?

Denn darum waren wir hier: Wir wollten diese wundervollen Tiere live in freier Wildbahn erleben und waren voller Vorfreude, sie bald in Natura vor uns zu haben. Da nimmt man eine schaukelige Anfahrt doch dann hin, oder? 🙂

Wilder Schweinsaffe Makak auf einem Ast beim Dschungeltrekking im Gunung Leuser Nationalpark Sumatra

Ein wichtiger Tipp zum Gepäck (aus Erfahrung!)

Empfehlenswert sind leicht gepackte Backpacks, da Bukit Lawang viele Hängebrücken hat und man sonst die Koffer über die Brücke am Kopf tragen muss. Tu dir selbst den Gefallen und pack deinen Backpack so, dass du für eine Woche Klamotten dabei hast und auf keinen Fall mehr als 10 kg Gepäck.

In Sumatra hast du eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, nahezu 90%, was dazu führt, dass du quasi durchgehend schwitzt und deine Klamotten auch nie wirklich trocknen. Uns ist leider sogar einiges an Klamotten komplett geschimmelt, weil es einfach nicht trocknet.

Abenteuerliche Hängebrücke über den Bohorok Fluss in Bukit Lawang am Gunung Leuser Nationalpark Sumatra

Ankunft in Bukit Lawang: Kinderlachen am Fluss

Wir hatten eine tolle Unterkunft, bei der wir sogar vom Bus abgeholt wurden und uns das Gepäck bis zum Zimmer getragen wurde. Unsere Basis im Dschungel war die Eco Lodge Bukit Lawang – und wir hätten es nicht besser treffen können.

Unser Highlight: Ein wunderschönes Zimmer mit offener Außendusche. Bei der tropischen Hitze Sumatras gibt es nichts Herrlicheres, als unter freiem Himmel zu duschen! 🚿🌿 Natürlich blieben wir dabei nicht lange allein: Frösche, Geckos und kleine Echsen leisteten uns an der „Wasserstelle“ Gesellschaft.

Aber mal ehrlich: Genau diese tierischen Mitbewohner machen das echte Dschungel-Feeling doch erst komplett, oder? 😀

Nach kurzem Zimmerbezug und Fresh Up (wir waren komplett durchgeschwitzt :D) gab es dann eine kleine Einweisung und Führung durch die Anlage mit Hinweis auf die angebotenen Touren.

Ich (Dani) bin ja leider null sportlich, aber will immer das „Full Experience“ 😀 und so haben wir uns für die Tour entschieden inkl. Übernachtung mitten im Dschungel. Mir wurde empfohlen, dass ich eine kleinere Tour wählen sollte (sie wussten schon warum), aber ich dachte mir: Hey, ich schaffe das! Und so wurde es also die große Tour…

Nachdem wir die Tour gebucht hatten, brauchten wir schon wieder eine Dusche 😀 es war so heftig schwül, daran muss man sich wirklich erstmal langsam gewöhnen. Danach gab es dann direkt in der Anlage Abendessen und wir wollten noch etwas durch den Ort schlendern.

So haben wir unsere Kameras geschnappt und sind los. Wir gingen ein Stück durch die Straßen, über zahlreiche Hängebrücken, die zum Teil echt abenteuerlich aussahen. Von weitem hörten wir eine Gruppe Kinder fröhlich quietschend und schreiend im Fluss baden. Sie hüpften immer wieder mit ihren Reifen ins Wasser, ließen sich den Fluss entlangtreiben und wiederholten das Spiel. Was ein Spaß! 🙂

Natürlich kamen sie gleich angelaufen, um die neuen Touris zu begrüßen, was uns total gefreut hat. Sie wollten unbedingt, dass wir ein Foto machen und so ist dann dieses Bild entstanden. Wie fröhlich sie aussehen, hat uns total gefallen – das Bild wollten wir euch nicht vorenthalten.

Da es ziemlich schnell dunkel wurde, sind wir dann wieder umgekehrt und erholten uns von der anstrengenden Anreise.

Indonesische Kinder mit Reifenbooten am Flussufer Bukit Lawang Gunung Leuser Nationalpark

🦧 Orang-Utan Trekking im Gunung Leuser Nationalpark: Die erste Begegnung

Am nächsten Tag hatten wir dann die Tour in den Gunung Leuser Nationalpark. Ein sehr steiler Weg führte uns die ersten ca. 20 Minuten bergauf in den Dschungel. Hier ging es den ersten Touristen bereits so schlecht, dass sie umkehren mussten. Ich (Dani) war so stolz, dass ich noch nicht zusammengeklappt bin, trotz der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit. 😀

Wir wanderten in einer kleinen Gruppe von ungefähr zehn Leuten mit mehreren Guides durch den Dschungel und trugen in unseren Rucksäcken unser Übernachtungsgepäck (ursprünglich wollten wir ja dort übernachten).

Plötzlich winkt der an vorderster Stelle gehende Guide uns und zeigt nach oben in die Baumkronen. Wir sehen nach oben und da sahen wir sie: Eine Orang Utan Mutter mit ihrem Jungen. Wir konnten unser Glück kaum fassen!

Ein Moment für die Ewigkeit

Da wir bereits hier immer langsamer wurden und die Gruppe schneller als unsere Fitness war, fielen wir leider etwas zurück. So entfernte sich die Gruppe von uns und im Nachhinein bin ich ganz froh drum. Denn unser Guide, der auf uns Acht gab, holte aus seiner Tasche ein winziges Stück Banane und streckte es der Orang Utan Mama entgegen. Er ermutigte uns, es auch zu versuchen.

Jetzt muss man dazu sagen, dass diese Tiere zum Teil halbwild sind, die in Gefangenschaft gelebt haben und oft keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Diese Orang Utan Mutter war unglaublich sanft in ihren Bewegungen und sah uns mit ihren Augen an, als würde sie mit uns kommunizieren. Eine so intensive Begegnung und Connection mit einem halbwilden Tier hatten wir bis dato noch nicht erlebt.

Wir standen voller Ehrfurcht und Respekt nun da und hielten der Mama das winzige Stück Banane hin. Sie nahm es ganz vorsichtig aus meiner Handfläche und ich spürte die ledrige Haut ihrer Fingerspitzen auf meiner Handinnenfläche. Und als ob das nicht schon schön genug wäre, kam dann auch noch ihr Baby zu uns und schaute neugierig, wer wir sind. Da wurden meine Augen ganz glasig, was für ein zauberhafter Moment! Ich muss heute noch meine Tränen unterdrücken, weil diese Tiere eine so unfassbare Aura haben, ich kann es nicht richtig beschreiben.

Punks im Dschungel & Alarmstufe Rot

Nach dieser wundervollen Begegnung wanderten wir weiter. Wir erreichten eine Lichtung, wo unsere Guides eine Pause für uns vorbereitet hatten. Es gab frisches Obst und Snacks.
Als wir fertig waren mit essen, wurden kleine Obststückchen an die wartenden Affen verteilt. Plötzlich waren wir umzingelt von ganz unterschiedlichen Arten! Besonders angetan hatten es uns die Thomas-Languren (Thomas Leaf Monkeys). Mit ihrem schwarzen Irokesen-Haarschnitt sahen sie total süß und fast ein bisschen punkig aus – wunderschöne Tiere!

„Wenn ich sage RUN, dann lauft!“

Frisch gestärkt ging es noch tiefer in den Dschungel. Doch plötzlich änderte sich die Stimmung. Unsere kleine Gruppe traf auf andere Wanderer, die uns entgegenkamen. Es klärte sich schnell auf: Ein riesiges Orang-Utan-Männchen war in der Nähe. Und dieses Exemplar war bekannt dafür, nicht ganz so freundlich zu Menschen zu sein (wer kann es ihm verübeln?).

Unser Herz pochte bis zum Hals. Gleich würden wir einem aggressiven Männchen begegnen. Wie würde er reagieren? Angriff? Abstand? Uns ging echt die Düse. Unser Guide schärfte uns eindringlich ein: „Haltet euch unbedingt an meine Anweisungen. Und wenn ich sage ‚RUN‘, dann lauft davon!“

Wir näherten uns ganz leise. Und plötzlich sahen wir ihn.
Ein riesiger Orang-Utan, wie aus dem Bilderbuch. Majestätisch saß er da, sein orangefarbenes Fell leuchtete im satten Grün des Dschungels. Er hielt sich mit einer Hand lässig an einer Liane fest, während er am Boden saß und uns fixierte. Wir standen wie paralysiert da, bis er sich plötzlich bewegte. Er zog sich an seinem unglaublich langen Arm entlang der Liane zum nächsten Baum, ganz nah am Boden und blitzschnell. Wir stolperten vor Schreck kurz rückwärts und zogen uns dann schnellstmöglich zurück.

Uns wurde gesagt, dass dieses Männchen ungefähr 40 Jahre alt ist und mit 20 Jahren bilden sich diese schwarzen seitlichen Wangenlappen im Gesicht der Tiere. So kann man ziemlich gut das Alter der Tiere bestimmen. Die Wangenlappen tragen nur die Männchen, fanden wir auch sehr interessant.

*Mehr Infos zu den Orang Utans gibts im Textblock weiter unten auf unserem Blogartikel.

Der Absturz: Sekunden wie eine Ewigkeit

Nach dieser Begegnung wanderten wir weiter – und ich muss ehrlich sein: An dieser Stelle waren wir schon ordentlich erschöpft. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit machte uns zu schaffen. Selbst sportliche junge Menschen kamen hier an ihre Grenzen und ich (Dani) schon lange! 😀 Wir verloren wieder den Anschluss an die Gruppe, aber unser Guide war unglaublich lieb und sein Mantra war: „Take your time“.

Wir hielten an einer ehemaligen „Feeding Station“. Rückblickend muss ich sagen: Hier hätte ich die Tour eigentlich abbrechen sollen. Ich war wirklich komplett fertig.

Geplant war nur noch ein kurzer Abstieg zum Fluss. Der Guide ging vor, Mario folgte ihm, und ich knipste noch schnell ein paar Fotos. Dann wollte ich die Stufen von der Plattform hinuntergehen. Eigentlich eine einfache Sache.

Doch ich blieb mit dem Fuß an einer Baumwurzel hängen.
Ich stolperte, fiel über drei oder vier Stufen und rollte dann den Weg hinunter. Es waren vermutlich drei bis vier Meter, aber es fühlte sich an wie eine Ewigkeit. Während ich fiel, dachte ich nur: „Das war’s jetzt mit mir. Wann pralle ich endlich gegen einen Baum?“
Es war ein heftiges Erlebnis, aber ich war während des Sturzes nicht voller Angst, ich war nur genervt, dass es so lange dauert 😀

Marios Heldentat & Eis im Dschungel

Plötzlich spürte ich einen Schlag. Ich nahm an, dass ich gegen einen Baum geprallt war. Tatsächlich hatte sich Mario todesmutig mir entgegengeworfen, um meinen Fall zu stoppen! Er war mein Lebensretter! Ich wäre sonst ungebremst ins Flußbett gerollt und so wurde schlimmeres verhindert.

Der Guide und Mario versorgten mich sofort, ich erinnere mich nur an panisch blickende Gesichter und dass irgendjemand einen Beutel Eis gebracht hat – mitten im Dschungel 😀 Das fand ich total witzig. Ich saß auf einer Stufe, fluchte, weil ich wusste, dass ich die Tour nun nicht fortsetzen konnte, meine Hose war am Bein aufgerissen, die Wunde wurde versorgt, mein Kopf fiel nach hinten und dann wurde ich direkt kurz bewusstlos. Der arme Guide und der arme Mario 😀 Es tut mir ja immer noch so leid, dass sie diesem Stress ausgesetzt waren, weil ich so unachtsam war. Ich denke, ich hatte wohl ein Schleudertrauma.

Jungle-Tubing: Rückreise mit Plastiktüte

Da ich ja nun eh schon „unten“ am Fluss war (bin ja runtergerollt haha :D), wurde ein Boot organisiert und zwei Reifen. Ich hatte mir mein linkes Handgelenk gestaucht und mein rechtes Bein geprellt, also ließ ich mich einfach rückwärts in den Reifen fallen.

Meine verbundene Hand und mein Bein steckten wir zum Schutz vor dem Wasser in eine Plastiktüte 😀 Ich sah bestimmt sehr lustig aus mit Tüte an Hand und Fuß.
Wir ließen uns dann mit dem „Bootsführer“ an den Tubingreifen über den Fluss ziehen. Das war der schnellste Weg zurück ins Camp.

Ende gut, (fast) alles gut

Zurück in der Unterkunft nahm ich meine Schmerztabletten und legte mich schlafen. Das Unglaubliche: Uns wurde angeboten, die Tour am nächsten Tag kostenlos zu wiederholen. Ich konnte mich vor Prellungen kaum bewegen, aber ich wollte unbedingt, dass Mario das erlebt. Also durfte Mario erneut mit auf Tour und sah weitere Orang Utans.

Unser Fazit: Wir würden euch die Tour definitiv empfehlen, auch wenn sie für mich (Dani) sehr schmerzhaft endete. Hört einfach auf die Empfehlung des Guides, der weiß schon, warum er euch nur die einfache Tour empfiehlt… 😀

Praktische Infos für deine Planung

Hinweis zur Aktualität:
Wir haben dieses Abenteuer 2017 erlebt. Damit ihr eure Reise perfekt planen könnt, haben wir diesen Artikel im Januar 2026 komplett überarbeitet und alle Preise, Kontakte und Anreise-Infos auf den neuesten Stand gebracht.

✈️ Anreise, Kosten & Übernachtung in Bukit Lawang

Von Medan nach Bukit Lawang:

Der Flughafen ist Medan Kualanamu (KNO). Von dort habt ihr drei Möglichkeiten, um nach Bukit Lawang zu kommen (Dauer ca. 4–5 Stunden):

  • Bequem (Private Driver): Ein privates Taxi kostet ca. 700.000 – 800.000 IDR (ca. 45 €) pro Auto. Das ist die entspannteste Variante, vor allem nach dem langen Flug.
  • Mittelweg (Tourist Bus/Shared Car): Es gibt geteilte Minivans, die meist morgens starten. Kostenpunkt: ca. 220.000 IDR (ca. 14 €) pro Person.
  • Abenteuer (Public Bus): Nehmt den ALS Bus vom Flughafen nach Binjai und von dort den kleinen, orangenen PS Bus nach Bukit Lawang. Kosten gesamt: ca. 90.000 IDR (ca. 6 €). Achtung: Das ist die „schaukelige“ Variante, die wir damals gewählt haben! 😀

🦧 Tour buchen: Guide, Dauer & Kosten (Stand 2026)

Ihr braucht zwingend einen Guide, um in den Nationalpark zu dürfen. Die Preise sind mittlerweile standardisiert:

  • Eintritt Nationalpark: 150.000 IDR (ca. 9 €) pro Person (wird oft direkt beim Guide bezahlt).
  • 1-Tages-Tour: Kostet ca. 55–70 € pro Person.
  • 2-Tages-Tour (mit Übernachtung im Dschungel): Kostet ca. 90–120 € pro Person. Hier ist Verpflegung und Camping-Ausrüstung dabei.
  • Jungle Taxi (Tubing): Kostet meist ca. 10–15 € Aufpreis, wenn es nicht in der Tour inkludiert ist (absolute Empfehlung – wenn ihr nicht gerade verletzt seid wie ich! :D).
Männlicher Sumatra-Orang-Utan hält sich mit langen Armen an einer Liane fest und schaut neugierig direkt in die Kamera während Orang-Utan-Trekking Bukit Lawang

🏨 Übernachten in Bukit Lawang

Es gibt viele tolle Eco-Lodges direkt am Fluss. Achtet darauf, dass ihr nicht zu weit „hinten“ wohnt, wenn ihr nicht so viel Gepäck schleppen wollt (Stichwort: Hängebrücken!).

*unbezahlte Werbung

  • Unsere Empfehlung: Wir haben in der Ecolodge Bukit Lawang* gewohnt (offiziell 2 Sterne). Aber ganz ehrlich? Vom Service, der Herzlichkeit, dem leckeren Essen und den großartigen Guides her hätten sie von uns volle 5 Sterne verdient! Wir haben uns dort rundum wohlgefühlt.
  • Alternative für mehr Budget: Jungle Inn* (direkt am Nationalpark-Eingang).
  • Alternative für Backpacker: Rain Forest Guest House*.

🎒 Beste Reisezeit & Ausrüstung für dein Dschungel-Abenteuer

Wann reisen?
Die beste Zeit ist von Mai bis September (Trockenzeit). Aber Achtung: „Trocken“ heißt im Regenwald trotzdem hohe Luftfeuchtigkeit und gelegentliche Schauer!

Packliste Bukit Lawang: Wichtige Tipps zum Gepäck (aus Erfahrung!)

Was muss unbedingt mit? (Die Basis-Ausrüstung)
Egal ob Tages-Tour oder Übernachtung, das gehört immer in den Tagesrucksack:

  • Schuhwerk: Feste Schuhe mit Profil sind Pflicht (es ist rutschig!). Keine Turnschuhe, mit denen rutscht man über die nassen Blätter! Kauf dir spätestens für diese Reise Trekkingschuhe mit gutem Profil, du wirst es uns danken!
  • Schutz: Mückenschutz (z.B. NoBite) und lange, dünne Socken (helfen gegen Blutegel). Nimm dir zur Sicherheit ein zweites Paar auf die Tour mit, trockene Füße sind elementar beim Wandern.
  • Kleidung: Funktionskleidung, die schnell trocknet, ist Gold wert. Ein Haarband, dass den Schweiß gleichzeitig aufsaugt, fand ich auch sehr hilfreich.
  • Wasserschutz: Ein Drybag für Kamera und Handy (schützt bei Regen und beim Tubing auf dem Fluss).

⛺ Zusatz-Packliste: Für die Dschungel-Übernachtung

Das große Gepäck bleibt sicher in deiner Unterkunft in Bukit Lawang. Für die Nacht im Camp packst du nur das Nötigste ein:

  • Gesundheit (Wichtig!): Persönliche Medikamente (z.B. die Pille, Allergietabletten) unbedingt griffbereit haben!
  • Für den Abend: Langer, dünner Pulli & lange Hose (gegen Mücken & nächtliche Abkühlung).
  • Für die Nacht: Stirnlampe, Reisetagebuch & Stift für Dschungel-Gedanken.
  • Hygiene: Zahnbürste, Desinfektionsgel, Taschentücher & biologisch abbaubare Seife.
  • Wohlfühlen: Flip-Flops fürs Camp, Badesachen & kleines Handtuch.
  • Technik: Powerbank (kein Strom im Dschungel!).

🤓 Angeberwissen für den Dschungel: Das Geheimnis der dicken Backen

Wusstet ihr, dass Orang-Utan-Männchen echte Strategen sind, wenn es um ihr Aussehen geht? Hier ist der Grund, warum manche von ihnen so beeindruckende Gesichter haben – und andere (noch) nicht.

1. Wann gibt’s die „Macho-Backen“?

Die typischen, breiten Wangenwülste (Fachbegriff: Cheek Pads) bekommen die Männchen nicht automatisch zum 18. Geburtstag. Meistens fangen sie erst mit 15 bis 20 Jahren an zu wachsen. Aber das Spannende ist: Es ist keine Frage des Alters, sondern der Macht!

2. Der „Peter-Pan-Effekt“

Jetzt wird’s verrückt: Solange ein dominantes Männchen (der „König“ des Reviers) in der Nähe ist, drücken die anderen Männchen quasi die Pause-Taste. Ihre körperliche Entwicklung wird hormonell unterdrückt. Sie bleiben optisch jugendlich, ohne Wülste und großen Kehlsack – oft jahrelang!

Warum machen sie das?
Ganz einfach: Tarnung! Als „ewige Jugendliche“ werden sie vom großen Boss nicht als Konkurrenz gesehen und verprügelt. So können sie entspannt im Revier leben und sich heimlich mit Weibchen treffen, ohne Stress mit dem Chef zu kriegen. Erst wenn der Platzhirsch verschwindet, ploppen bei ihnen die Wangen auf und sie werden selbst zum Boss. Clever, oder? 😉

🐒 Wer wohnt sonst noch im Dschungel? Unsere tierischen Nachbarn

Natürlich sind die Orang-Utans die unangefochtenen Stars von Sumatra. Aber wenn ihr beim Trekking mal den Blick von den Baumwipfeln löst, werdet ihr merken: Hier ist richtig was los! Wir hatten das Glück, noch einigen anderen Primaten zu begegnen, die diesen Wald ihr Zuhause nennen.

1. Thomas-Languren (Die Punks)
Diesen Gesellen erkennt ihr sofort an seiner coolen Frisur: Ein Irokesenschnitt, auf den jeder Punk neidisch wäre! Thomas-Languren gibt es nur hier auf Sumatra. Sie sind oft ziemlich neugierig und posieren gerne mal für ein Foto.

Endemischer Thomas-Langur (Thomas Leaf Monkey) mit charakteristischem Irokesen-Haarschnitt auf dem Waldboden Bukit Lawang Gunung Leuser Nationalpark Sumatra


2. Südliche Schweinsaffen (Die Muskelprotze)
Nein, die heißen nicht so, weil sie rosa sind – sondern wegen ihres kurzen Ringelschwanzes, der aussieht wie bei einem Schweinchen! Sie sind kräftiger gebaut als die anderen Affen und oft auch am Waldboden unterwegs. Aber Vorsicht: Die Jungs können ganz schön grimmig gucken, also lieber Respektabstand halten.

Südlicher Schweinsaffe mit kurzem Ringelschwanz beobachtet Kamera aus Baumkronen Gunung Leuser Nationalpark Bukit Lawang Sumatra


3. Langschwanzmakaken (Die Frechen)
Die kleinen Rabauken kennt ihr vielleicht schon von anderen Asien-Reisen. Sie sind meist in großen Gruppen unterwegs, ziemlich schlau und haben absolut keine Berührungsängste – besonders wenn es um Snacks geht!

Langschwanzmakake mit charakteristischem langen Schwanz und grauem Gesicht ruht sich am Waldrand aus während Orang-Utan-Trekking Bukit Lawang Sumatra

4. Siamangs & Gibbons (Die Sänger)

Gehört haben wir sie jeden Morgen: Ihr Gesang ist der natürlichste und lauteste Wecker der Welt! Siamangs sind schwarz und haben einen aufblasbaren Kehlsack am Hals, Weißhandgibbons erkennt ihr am hellen Fellkranz um das Gesicht. Wenn sie sich durch die Bäume schwingen, sieht das aus wie pure Akrobatik.

Für unsere Kamera waren sie diesmal leider zu flink – aber allein für ihr morgendliches Dschungel-Konzert hat sich die Reise schon gelohnt!

Singapur – Weit mehr als nur ein Stopover

Wir sind bei unserer großen Indonesienreise über Singapur gereist und haben die multikulturelle „Löwenstadt“ intensiv erkundet. Für mich (Dani) war es ein Wiedersehen: Ich war bereits 2016 während meiner Solo-Reise hier und konnte diesen besonderen Ort nun endlich Mario zeigen. Singapur ist oft nur als saubere „Stopover-City“ für eine Nacht bekannt – unserer Meinung nach ein riesiger Fehler! Wer nur kurz bleibt, verpasst das echte Herz dieser Stadt.

Singapur ist ein Paradies für Fotobegeisterte und ein Ort der extremen Kontraste, die wir so nirgendwo anders erlebt haben. Wo sonst kannst du morgens durch einen echten Urwald-Dschungel wandern (ja, mitten in der Stadt!), mittags in Little India in ein Farbenmeer eintauchen und abends die futuristische Skyline der Marina Bay fotografieren?

Wenn du, genau wie wir, Kultur liebst, gerne mit der Kamera auf Motivjagd gehst und dich nicht mit den Standard-Sehenswürdigkeiten zufriedengeben willst, dann nimm dir Zeit. Singapur ist eine Reise wert – nicht nur ein Zwischenstopp.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass die Planung machmal Zeit kostet. Um dir das zu ersparen haben wir all unsere Tipps und Infos kompakt für dich aufgeschrieben: Hier gehts zu unserer Singapur Reiseplanung.

🛂 Wichtige Infos zur Einreise & Sicherheit

  • Einreise: Seit Oktober 2025 ist eine digitale Einreisekarte (Arrival Card) für alle internationalen Flughäfen Pflicht.

Da sich Bestimmungen schnell ändern können, solltet ihr vor der Buchung immer die offiziellen Quellen prüfen. Hier findet ihr die aktuellsten Infos direkt vom Auswärtigen Amt:

Wir wünschen euch ganz viel Spaß und Gänsehaut-Momente bei eurem eigenen Abenteuer im Dschungel Sumatras! 🦧🐒🌿

Lust auf noch mehr Asien?
Wenn ihr schon in der Gegend seid, schaut euch gerne unsere Guides zu den Megacitys an: Egal ob Singapur (der perfekte Stopover!), Dubai oder Hongkong – wir haben alle Tipps für euch parat.

Oder zieht es euch doch nach Down Under?
Eigentlich ist unser Herz ja in Australien zuhause. Falls Westaustralien mit seinen weißen Traumstränden schon lange auf eurer Bucket List steht, seid ihr bei uns genau richtig. Klickt euch einfach durch unsere Australien-Kategorie und lasst euch inspirieren!

Noch Fragen?
Schreibt uns einfach über das Kontaktformular oder schickt uns eine Nachricht bei Instagram. Wir freuen uns auf euch!

Handgemaltes rotes Herz von Auszeit Abenteuer

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