Fuerteventura Geheimtipps: Die schönsten Highlights 🌴
Du planst einen Roadtrip auf die kanarische Insel und suchst echte Fuerteventura Geheimtipps abseits der typischen Hotelburgen? Dann bist du hier genau richtig! Fuerteventura, die zweitgrößte Insel des Archipels, hat uns ab der ersten Sekunde verzaubert. Sie bietet nicht nur ein ganzjährig mildes Traumklima, sondern ist ein echter Spielplatz für Naturfans. Von schier endlosen, fast menschenleeren Sandstränden über gigantische Wanderdünen, die bis an das türkisfarbene Meer reichen, bis hin zu verschlafenen, idyllischen Dörfern im Hinterland – hier wartet an jeder Ecke ein neues Fotomotiv.
Wir haben die Insel intensiv mit dem Mietwagen erkundet und zeigen dir in diesem Guide unsere persönlichen Highlights und besten Entdeckungen für deine eigene Reiseplanung.
Das Wichtigste auf einen Blick: Dein Fuerteventura-Roadtrip
Dank unserem Mietwagen, den wir unkompliziert vorab online gebucht hatten, konnten wir Fuerteventura völlig flexibel und auf eigene Faust erkunden. Wenn du die Insel bereist, legen wir dir einen eigenen fahrbaren Untersatz dringend ans Herz. Ohne Auto verpasst du schlichtweg die schönsten, versteckten Buchten und authentischen Orte im Landesinneren.
- 🚗 Die Straßenverhältnisse: Die Hauptstraßen sind hervorragend ausgebaut und das Fahren ist extrem entspannt, da allgemein wenig Verkehr herrscht.
- 🏜️ Die Offroad-Pisten: Die Anfahrt zu den wirklich abgelegenen Traumstränden führt allerdings oft über unbefestigte Schotterpisten. Keine Sorge: Wenn du deine Geschwindigkeit anpasst und vorausschauend fährst, ist das auch mit einem normalen Kleinwagen absolut machbar.
Hier sind unsere wichtigsten Stationen im Norden und Herzen der Insel:
1. Sanddünen von Corralejo: Ein Hauch von Sahara
Die riesigen Sanddünen von Corralejo im Nordosten der Insel sind ein absolut atemberaubendes Naturwunder, bei dem du das Gefühl hast, mitten in der Sahara zu stehen. Diese beeindruckende Wüstenlandschaft erstreckt sich über rund 2.700 Hektar, zieht sich über 10 Kilometer an der Küste entlang und bildet als geschützter Naturpark das größte Dünengebiet der gesamten Kanaren. Egal, ob du dich in den Wind stürzen willst, endlose Spaziergänge über die bis zu 40 Meter hohen Sandberge liebst oder einfach auf der Suche nach dem perfekten Fotomotiv bist – hier wirst du garantiert fündig. Spannende Details zur Entstehung und der besonderen Tierwelt dieser Region kannst du auch im offiziellen Eintrag auf Wikipedia nachlesen.
✨ Unser Auszeitabenteuer-Tipp: Fahre am besten erst einmal die kompletten 10 Kilometer der Küstenstraße entlang, um ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen. So findest du ganz entspannt deinen ganz persönlichen Lieblingsplatz abseits der Massen. Parken kannst du übrigens völlig unkompliziert und kostenlos direkt am Straßenrand.




🏝️ Ausflugstipp für Entdecker: Wenn du schon im Norden bei den Dünen bist, solltest du unbedingt einen Abstecher auf die kleine, unbewohnte Nachbarinsel Los Lobos machen! Die Boote starten direkt im Norden.
2. La Oliva: Historischer Charme im Inselnorden
Das idyllische kleine Dorf La Oliva verstrahlt mit seinen historischen Bauwerken eine wunderbare Ruhe. Kaum vorstellbar, wenn man heute durch die beschaulichen Gassen schlendert, aber bis in das 19. Jahrhundert hinein war dieser Ort sogar die offizielle Inselhauptstadt Fuerteventuras.
- ⛪ Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria: Das unübersehbare Wahrzeichen des Ortes ist diese dreischiffige Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Besonders der mächtige, dunkle Glockenturm aus Vulkangestein ist sowohl von außen als auch von innen extrem sehenswert. Direkt gegenüber am Zentrumsplatz liegt übrigens ein kleiner Kiosk mit einem Café – der perfekte Ort für eine kurze Pause mit direktem Blick auf die historische Fassade. (Praktisch: Zwischen der Kirche und dem Kiosk befinden sich auch saubere, kostenlose Toiletten).
- 🌾 Museo del Grano La Cilla: In der historischen Casa de la Cilla, einem traditionellen Kornspeicher aus dem Jahr 1819, befindet sich heute ein liebevoll gestaltetes Landwirtschaftsmuseum. Hier bekommt man für schmale 1,50 € Eintritt (Kinder bis 12 Jahre sind frei) einen tollen Einblick in das harte Leben der Bauern und die Erntetechniken bis in die 1970er-Jahre. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr.
- 🛡️ Casa de los Coroneles: Ein weiteres architektonisches Highlight am Ortsrand ist das imposante „Haus der Obersten“ aus dem 17. Jahrhundert, das majestätisch in der kargen Landschaft thront.




3. Lajares: Das entspannte Surfer-Mekka
Mitten im Inselnorden, strategisch perfekt zwischen Corralejo und El Cotillo gelegen, triffst du auf den charmanten Surferort Lajares. Hier herrscht eine herrlich relaxte, alternative Atmosphäre, in der wir uns vom ersten Moment an pudelwohl gefühlt haben.
Während unserer Zeit im Norden der Insel ist Lajares zu unserem täglichen Zwischenstopp geworden. Der Grund? Hier gibt es eine fantastische Dichte an gemütlichen Cafés und handwerklichen Bäckereien. Unser absoluter kulinarischer Favorit: Probier unbedingt die göttlichen Gemüsetartes! Zusammen mit einem frischen Kaffee und einem Stück Kuchen ist das die perfekte Stärkung für den Roadtrip.
Nimm dir danach ruhig die Zeit für einen kleinen Spaziergang durch die Straßen und stöbere durch die kleinen, individuellen Surfshops und Boutiquen am Straßenrand – hier findet man abseits des typischen Touri-Kitschs wunderschöne, handgemachte Souvenirs und Schmuckstücke.
🌟 Wochenmarkt-Tipp: Wenn du deine Reise planst, leg Lajares unbedingt auf einen Samstag! Dann findet hier immer der bekannte Wochenmarkt statt, auf dem lokale Künstler ihre Handwerkskunst und traditionelle Produkte anbieten. Ein absolutes Must-See!


4. El Cotillo und die Steilküsten
Das charmante, ehemalige Fischerdorf El Cotillo mit seinen Steilküsten in der Umgebung darf unter den Highlights Fuerteventuras definitiv nicht fehlen. Das Dorf liegt im Nordwesten und ist besonders bei Kite- und Windsurfern beliebt. Hier findest du nicht nur den El Cotillo Beach, sondern auch einen der bekanntesten Strände der Insel: die Playa La Concha. An dem unberührten, weißen Sandstrand erwartet dich absolut perfektes, türkisblaues Wasser zum Baden.
Nachdem du dich im Dorf in einem der Restaurants oder in einer gemütlichen Strandbar gestärkt hast, geht das Abenteuer erst richtig los: Eine Schotterpiste führt dich entlang der Playa del Castillo, weiter zur Playa del Aljibe bis zur Playa de Esquinzo. Nimm dir hier ruhig etwas Zeit, denn es gibt immer wieder tolle Haltemöglichkeiten, traumhafte Ausblicke und feine Sandstrände zu entdecken!



5. Ajuy und die Piratenhöhlen
Das kleine Fischerdorf Ajuy an der Westküste ist vor allem wegen seiner Piratenhöhlen bekannt, den Cuevas de Ajuy. Du erreichst die Höhlen vom Ort aus nach einem gemütlichen, etwa 15-minütigen Spaziergang. Die bis zu 600 Meter tiefen Höhlen wurden früher tatsächlich von Piraten als Versteck genutzt.
Uns hat der eigentliche Weg dorthin ehrlich gesagt fast noch mehr beeindruckt als die Höhlen selbst! Die Aussicht von den bis zu 40 Meter hohen Klippen auf den Atlantik ist einfach richtig toll. Im Dorf selbst könnt ihr wunderbar das authentische Inselleben miterleben, am schwarzen Sandstrand schwimmen gehen, kanarisches Essen genießen oder einfach einen spektakulären Sonnenuntergang erleben.



6. Betancuria: Das Juwel im Herzen der Insel
Ein echtes Juwel im Herzen Fuerteventuras ist Betancuria. Die ehemalige Hauptstadt lädt förmlich dazu ein, durch die Gassen zu schlendern und sich mit einem Café con leche eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Sightseeing ist schließlich anstrengend, also gönn dir ruhig genügend Pausen! 🙂
Bekannt ist der historische Ort durch seine Sehenswürdigkeiten wie die Iglesia de Santa María de Betancuria, aber auch der Ortskern selbst ist jeden Schritt wert. Wer Hunger hat, sollte außerdem unbedingt einen Abstecher in das Restaurant La Sombra machen – ein wunderschöner Laden mit tollem Ambiente und einer bunten Speisekarte.
Betancuria liegt an der FV-30, die mitten durch das Herz der Insel führt. Diese kurvige Strecke ist eine der schönsten Fahrstrecken auf Fuerteventura und taucht nicht ohne Grund immer wieder in Werbespots auf! Die Straße ist gut ausgebaut, in den Kurven kann es jedoch manchmal etwas eng werden. Wenn du langsam, rücksichtsvoll und auf deiner Spur bleibst, ist die Fahrt aber überhaupt kein Problem. 🙂




7. Leuchtturm Faro de la Entallada
Über eine kurvenreiche und schmale Straße erreicht ihr etwa 7 Kilometer östlich von Las Playitas den Leuchtturm Faro de la Entallada. Er wurde 1953 auf einer 185 Meter hohen Steilküste erbaut und belohnt euch mit einem atemberaubenden Ausblick auf den offenen Atlantik.
⚠️ Tipps zur etwas steilen Anfahrt: Da die Straße zum Leuchtturm sehr schmal und steil ist (die letzten 800 Meter bestehen aus Serpentinen), passt immer nur ein Auto auf die Fahrbahn. Achte beim Hochfahren unbedingt auf Gegenverkehr und halte dich bereit, gegebenenfalls langsam rückwärts runterzufahren. Zur Seite ausweichen klappt nicht, da die Klippen es unmöglich machen. Du brauchst aber keine Angst zu haben: Wenn du langsam und konzentriert fährst, ist es gar kein Problem!
Insgesamt gibt es auf Fuerteventura übrigens 5 Leuchttürme. Die weiteren Türme der Insel sind der Faro de Toston, der Faro de Puerto del Rosario, der Faro de Morro Jable und der Faro de Punta Jandia ganz im Süden bei Cofete.

8. La Pared und seine spektakulären Sonnenuntergänge
Im Südwesten von Fuerteventura befindet sich der ruhige Küstenort La Pared. Bekannt ist der sehr kleine Ort für seine absolut spektakulären Sonnenuntergänge vor malerischer Kulisse und dem atemberaubenden Strand. Da La Pared touristisch kaum geprägt ist, findet man hier noch richtig viel Ruhe und Entspannung.
Direkt beim Ort befindet sich die Playa del Viejo Rey, ein bei Surfern super beliebter, abgeschiedener und ca. 900 Meter langer Strand mit tosenden Wellen. Es gibt hier übrigens auch Surfschulen, falls du das Surfen selbst mal lernen willst! An der Playa de la Pared ist das Baden aufgrund der starken Brandung und den Strömungen allerdings viel zu gefährlich. Man kann das Meer aber vom Strand aus richtig schön genießen und den Surfern beim Wellenreiten zusehen. Oder du genießt die untergehende Sonne am tosenden Meer – genau wie wir. 🙂 Parken kannst du ganz einfach auf dem Parkplatz neben dem Restaurant, von dort sind es nur ein paar Meter runter zum Strand.

9. Traumstrand Playa de Sotavento
Der absolute Traumstrand Playa de Sotavento liegt im Süden Fuerteventuras auf der Halbinsel Jandia. Zwischen den Ferienorten Jandia und Costa Calma erstreckt sich dieser malerische, 20 Kilometer lange Strand. Here findest du perfekte Bedingungen zum Schwimmen, denn das Wasser ist deutlich ruhiger als an anderen Stränden der Insel.
Außerdem befinden sich südlich davon auch Sanddünen wie in Corralejo, allerdings nicht ganz so riesig und weitläufig. Ein echtes Highlight ist die große Lagune, die sich auch perfekt für Kinder zum Baden eignet. Parkmöglichkeiten gibt es wie bei allen Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura reichlich – und sie sind natürlich komplett kostenlos.




10. Highlight Playa de Cofete – Traumstrand auf Fuerteventura
Was für ein Strand! Für uns gehört die Playa de Cofete zu den beeindruckendsten Stränden in ganz Europa. Ein kilometerlanger Naturstrand, völlig unberührt und abgelegen vom Rest der Insel, mit einer kargen Berglandschaft im Hintergrund. Umgeben wird das Ganze von der riesigen Bergkette des Jandia Nationalparks.
Auch wenn der Strand nicht ganz einfach zu erreichen ist, gehört er für uns definitiv zu den absoluten Highlights auf Fuerteventura. Da hier kaum Menschen unterwegs sind, ist es ein wahrer Geheimtipp. So schön der weiße Sand und das türkisblaue Wasser auch sind: Zum Baden ist der Strand aufgrund der lebensgefährlichen Strömungen absolut nicht geeignet! Dafür ist er ideal für endlose Strandspaziergänge, zum Sonnenbaden und um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Den Strand erreicht ihr über den Naturpark Jandia über eine lange Schotterpiste, die aber einigermaßen gut befahrbar ist, wenn man langsam fährt.
🛠️ Wichtige Tipps zur Anfahrt an die Playa de Cofete:
🗺️ Die Strecke: Für die Fahrt solltet ihr 1–2 Stunden einplanen, je nachdem, wie schnell ihr seid und wie oft ihr für Fotos anhaltet. Die Strecke ist sehr kurvig, teilweise schlecht einsehbar und sehr schmal. Wenn ihr langsam, rücksichtsvoll und vorausschauend fahrt, ist es aber absolut machbar und ihr werdet mit einem unvergleichlichen Strand belohnt!
🚌 Die Alternative: Wenn du nicht selbst fahren möchtest, kannst du den Strand auch mit einem Offroad-Bus oder einer Tour ab Morro Jable erreichen. Weitere Highlights in der Nähe sind die legendäre Villa Winter, der Aussichtspunkt Mirador de Cofete und der Leuchtturm Faro de Punta Jandia.
🛒 Verpflegung: Es gibt vor Ort nur ein einziges Restaurant. Sollte dieses geschlossen haben, gibt es keinerlei Möglichkeit für Verpflegung oder eine Toilette. Nimm dir daher unbedingt ausreichend Getränke und Essen mit! Wir haben vor unserer Abfahrt einfach kurz im Restaurant angerufen, ob geöffnet ist – so konnten wir sichergehen und entspannt einkehren.








🗺️ Bereit für die nächste Etappe? So geht deine Reiseplanung weiter
Fuerteventura hat noch so viel mehr zu bieten! Wenn du gerade mitten in der Reiseplanung steckst oder wissen willst, welche Highlights dich im zweiten Teil unserer großen Insel-Erkundung erwarten, dann schau direkt hier vorbei:
- ✈️ Perfekt vorbereitet: Alle wichtigen Informationen zu Flügen, Unterkünften und der besten Reisezeit findest du in unserer kompakten Fuerteventura Reiseplanung.
- 📸 Noch mehr Highlights: Weiter geht es mit gigantischen Aussichtspunkten und versteckten Orten in unserem Beitrag Fuerteventura Top 15 Sehenswürdigkeiten – Teil 2.
💌 Deine Meinung ist gefragt: Kennst du noch mehr Ecken?
Wir waren zwar intensiv auf der Insel unterwegs, aber man entdeckt ja doch immer wieder neue, magische Orte. Du hast selbst noch ein paar geniale Fuerteventura Geheimtipps auf Lager, die in unserer Liste auf keinen Fall fehlen dürfen?
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Hab eine fantastische Zeit auf dieser wunderschönen Insel,
Dani und Mario 🌊✨

