Du planst einen Roadtrip auf die kanarische Insel und suchst echte Fuerteventura Sehenswürdigkeiten abseits der typischen Hotelburgen? Dann bist du hier genau richtig!
Fuerteventura, die zweitgrößte Insel des Archipels, hat uns ab der ersten Sekunde verzaubert. Sie bietet nicht nur ein ganzjährig mildes Traumklima, sondern ist ein echter Spielplatz für Naturfans. Von schier endlosen, fast menschenleeren Sandstränden über gigantische Wanderdünen, die bis an das türkisfarbene Meer reichen, bis hin zu verschlafenen, idyllischen Dörfern im Hinterland – hier wartet an jeder Ecke ein neues Fotomotiv.
In diesem ersten Teil unseres großen Insel-Guides zeigen wir dir unsere persönlichen Top 10 Sehenswürdigkeiten – perfekt strukturiert als zusammenhängender Roadtrip von Nord nach Süd. (Du suchst Vulkane, wilde Buchten und den Popcorn Beach? Dann springe direkt zu unseren Fuerteventura Highlights in Teil 2).
Dein Fuerteventura Roadtrip: Das Wichtigste auf einen Blick
Fuerteventura lässt sich fantastisch mit dem Auto bereisen. Die Hauptverkehrsachsen sind hervorragend asphaltiert, der Verkehr ist herrlich entspannt und die Entfernungen sind überschaubar.
- Fahrzeit Nord nach Süd: Für die rund 100 Kilometer von Corralejo nach Morro Jable brauchst du auf der Schnellstraße etwa 1,5 Stunden reine Fahrzeit.
- Mietwagen: Ein Mietwagen ist auf Fuerteventura Pflicht, wenn du die wahren Perlen entdecken willst. Alle Details zu Buchung, fairen Anbietern und Versicherungen haben wir dir in unseren ausführlichen Fuerteventura Reisetipps: Mietwagen, Anreise & Vorbereitung zusammengefasst.
- Straßenverhältnisse: Die Hauptstrecken sind in Top-Zustand. Einige der spektakulärsten Orte (wie Cofete) erreichst du allerdings nur über Schotterpisten – fahre hier vorausschauend und angepasst.
| Station | Region | Highlight |
1. Dünen von Corralejo | Norden | 10 km Dünen am Meer |
2. La Oliva | Norden | Alte Hauptstadt & Kirche |
3. Lajares | Norden | Surfer-Vibe, Cafés & Markt |
4. El Cotillo | Nordwesten | Ruhige Lagunen und Steilküste |
5. Höhlen von Ajuy | Westen | Schwarzer Strand und Höhlen |
6. Betancuria | Mitte | Grüne Oase im Gebirge |
7. Faro de la Entallada | Osten | Leuchtturm auf Klippe |
8. La Pared | Südwesten | Brandung und Sonnenuntergang |
9. Playa de Sotavento | Süden | Riesenlagune und Sandstrand |
10. Playa de Cofete | Süden | Wilder Naturstrand |
Hier sind unsere wichtigsten Fuerteventura Sehenswürdigkeiten entlang der Roadtrip-Route:
1. Sanddünen von Corralejo: Ein Hauch von Sahara
Die riesigen Wanderdünen des Parque Natural de las Dunas de Corralejo im Nordosten sind ein atemberaubendes Naturwunder. Auf einer Fläche von rund 2.700 Hektar ziehen sich goldgelbe Sandberge über zehn Kilometer an der Küste entlang, bis sie sanft in das türkisblaue Meer übergehen. Man fühlt sich hier tatsächlich wie mitten in die Sahara gebeamt.
Wir empfehlen dir, zunächst die gesamte Küstenstraße (FV-104) einmal abzufahren. So bekommst du ein Gefühl für die Dimensionen und findest ganz entspannt eine Parkbucht abseits der größeren Menschenansammlungen.
- Parken: Kostenlose Parkbuchten entlang der FV-104.
- Fototipp: Komm am späten Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang. Dann wirft der feine Sand lange Schatten und das weiche Abendlicht taucht die Dünenlandschaft in warmes Gold.
- Ausflugstipp: Vom Hafen in Corralejo starten täglich kleine Fähren zur unbewohnten Nachbarinsel Isla de Lobos – ein genialer Halbtagesausflug für Wanderer und Schnorchler!




2. La Oliva: Historischer Charme im Inselnorden
Weiter geht es landeinwärts nach La Oliva. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war das beschauliche Dorf sogar das Verwaltungszentrum der Insel. Wenn du heute durch die ruhigen Straßen schlenderst, spürst du den geschichtsträchtigen Charakter an jeder Ecke.
Das unübersehbare Wahrzeichen ist die dreischiffige Pfarrkirche Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria aus dem 18. Jahrhundert mit ihrem mächtigen, dunklen Glockenturm aus schwarzem Vulkangestein. Direkt gegenüber am Dorfplatz liegt ein kleines Café – perfekt, um im Schatten die Aussicht auf die historische Fassade zu genießen.
- Museo del Grano La Cilla: Ein traditioneller Kornspeicher von 1819, der heute für nur 1,50 € Eintritt spannende Einblicke in die historische Landwirtschaft der Insel bietet (geöffnet Di–Sa).
- Casa de los Coroneles: Das herrschaftliche „Haus der Obersten“ aus dem 17. Jahrhundert thront imposant am Ortsrand und ist ein echtes Zeugnis der Kolonialarchitektur.




3. Lajares: Das entspannte Surfer-Mekka
Mitten im Inselnorden, strategisch ideal zwischen Corralejo und El Cotillo gelegen, liegt Lajares. Hier herrscht eine herrlich unaufgeregte, alternative Atmosphäre, die sofort ansteckt. Während unserer Zeit im Norden wurde Lajares zu unserem täglichen Zwischenstopp.
Der Ort ist bekannt für seine erstklassigen Bäckereien, gemütlichen Cafés und kleinen Surfshops. Unser kulinarischer Favorit: Probiere unbedingt die frischen, herzhaften Gemüsetartes in einer der handwerklichen Bäckereien – die ideale Stärkung für deinen Erkundungstag!
- Markt-Tipp: Wenn du an einem Samstag auf der Insel bist, solltest du vormittags unbedingt den Kunsthandwerkermarkt auf dem Dorfplatz besuchen.
- Wander-Tipp: Direkt am Ortsrand von Lajares startet auch der Wanderweg zu einem unserer liebsten Vulkane! Alle Details zum Kraterrand findest du in unserem Guide Fuerteventura Highlights: Vulkan Calderón Hondo, Popcorn Beach & geheime Fotospots.


4. El Cotillo & die wilden Steilküsten
Das einstige Fischerdorf El Cotillo im Nordwesten vereint zwei Gesichter: Nördlich des Ortes findest du mit der Playa La Concha feinsandige, helle Lagunen mit seichtem, glasklarem Wasser, die ideal zum windgeschützten Baden sind.
Vom historischen Wehrturm Castillo de El Tostón – an dem übrigens auch eines der faszinierenden Walskelette aus unserem zweiten Teil steht – führt eine unbefestigte Schotterpiste oberhalb der mächtigen Steilküsten entlang. Hier reihen sich Strände wie die Playa del Castillo und die Playa de Esquinzo aneinander, an denen meterhohe Wellen an die Felsen donnern – ein Paradies für Wellenreiter und Fotografen.
- Aktivität: Zusehen, wie Surfer die Wellen reiten oder frischen Fisch in den Lokalen am alten Hafenbecken probieren.
- Sicherheit: An den offenen Westküstenstränden herrschen oft gefährliche Unterströmungen. Achte unbedingt auf die Beflaggung!



5. Ajuy: Auf den Spuren der Piraten
An der mittleren Westküste wartet das malerische Fischerdorf Ajuy. Berühmt ist der Ort vor allem für die monumentalen Höhlen von Ajuy (Cuevas de Ajuy). Über einen gut gesicherten Klippenweg, der über die ältesten Gesteinsformationen der gesamten Kanaren führt, erreichst du die riesigen Brandungshöhlen in rund 15 Gehminuten.
Uns hat der Weg dorthin fast noch mehr begeistert als die Höhlen selbst: Der Blick von den rund 40 Meter hohen Klippen auf den tiefblauen Ozean und die Gischt ist absolut grandios. Im Ort selbst lädt der tiefschwarze Vulkanstrand zum Spazieren ein, gefolgt von einer Einkehr in einer der kleinen Fischtavernen direkt am Wasser.
Parken: Kostenfreier Schotterparkplatz am Ortseingang von Ajuy.
Gehzeit Höhlenweg: Ca. 30–45 Minuten hin und zurück.



6. Betancuria & die Panoramastraße FV-30
Mitten im gebirgigen Herzen der Insel liegt Betancuria – für uns eines der schönsten Bergdörfer Spaniens. Die historische Inselhauptstadt ist eine grüne Oase inmitten der sonst kargen Vulkanlandschaft. Schlendere durch die blumengeschmückten Gassen, bewundere die Kirche Santa María de Betancuria und genieße die Ruhe.
- Einkehr-Tipp: Kehre unbedingt im Restaurant La Sombra ein. Der idyllische Garten unter schattigen Bäumen und die leckeren Tapas sind eine Wohltat nach der Fahrt durch die Berge.
- Traumstraße FV-30: Allein die Anfahrt über die geschwungene Panoramastraße ist ein Highlight für sich. Wenn du zwischendurch den typisch kanarischen Schichtkaffee probieren möchtest, schau dir unser Rezept für den Barraquito in unseren Fuerteventura Reisetipps & Spezialitäten an!




7. Faro de la Entallada: Der Leuchtturm auf den Felsen
Rund sechs Kilometer östlich von Las Playitas thront der Faro de la Entallada auf einer 185 Meter hohen Klippe. Der 1953 errichtete Leuchtturm besticht durch seine markante Bauweise aus rötlichem Naturstein und weißem Putz – und er markiert den Punkt der Kanaren, der dem afrikanischen Festland am nächsten liegt (nur ca. 100 Kilometer bis zur Küste Afrikas).
- Die Anfahrt: Die letzten rund zwei Kilometer führen über eine sehr schmale, kurvenreiche Serpentinenstraße ohne Mittelstreifen. Da an vielen Stellen nur ein Auto Platz hat, fahre hier bitte besonders langsam, aufmerksam und halte Ausschau nach den Ausweichbuchten.
- Ausblick: Von der Aussichtsplattform hinter dem Leuchtturm blickst du senkrecht auf das tosende Meer hinab – ein fantastischer Weitblick!

Auszeit Abenteuer Tipp: Insgesamt gibt es auf Fuerteventura übrigens 5 Leuchttürme. Die weiteren Türme der Insel sind der Faro de Toston, der Faro de Puerto del Rosario, der Faro de Morro Jable und der Faro de Punta Jandia ganz im Süden bei Cofete.
8. La Pared: Dramatische Sonnenuntergänge
Im Südwesten von Fuerteventura, an der schmalsten Stelle der Insel, liegt der kleine Küstenort La Pared. Abseits großer Hotelanlagen hat sich der Ort seinen rauen, entspannten Charme bewahrt.
Direkt unterhalb der Steilküste erstreckt sich die Playa del Viejo Rey. Wegen der kräftigen Brandung ist dieser Strand ein bekannter Treffpunkt der Surfszene. Zum Schwimmen ist das Meer hier aufgrund der starken Strömungen viel zu gefährlich, aber um im weichen Sand zu sitzen, den Wellenreitern zuzuschauen und den Sonnenuntergang zu genießen, gibt es kaum einen magischeren Ort auf der Insel.
- Parken: Direkt oberhalb der Steilküste neben dem Restaurant gibt es einen großen Parkplatz; von dort führen Stufen hinunter zum Strand.
- Highlight: Bleibe nach Sonnenuntergang noch 15 Minuten sitzen – die Farben am Himmel sind hier oft noch lange spektakulär!

9. Playa de Sotavento: Karibische Weite & Gezeitenlagune
Auf der Halbinsel Jandía im Inselsüden erwartet dich die Playa de Sotavento. Dieser kilometerlange, puderzuckerweiße Sandstrand ist weltberühmt – vor allem wegen seiner gigantischen Gezeitenlagune, die sich je nach Ebbe und Flut mit glasklarem, flachem Wasser füllt.
Während auf dem offenen Meer die Kitesurfer über das Wasser jagen, gleicht die Lagune einem riesigen, warmen Naturpool. Hier kannst du hunderte Meter weit durch knöcheltiefes, türkisfarbenes Wasser waten – ein absoluter Traum für Strandspaziergänge und Erholungssuchende.
- Beste Besuchszeit: Informiere dich vorab über den Gezeitenkalender. Die spektakuläre Lagune bildet sich vor allem bei Vollmond und Neumond während des Höchststandes der Flut.
- Parken: Mehrere kostenfreie Strandparkplätze liegen direkt an der Ausfahrt der FV-2 (z. B. nahe dem Risco del Paso).




10. Playa de Cofete: Der wilde Sehnsuchtsort
Für uns gehört die Playa de Cofete ganz im Süden zu den beeindruckendsten Naturstränden Europas. Ein über zwölf Kilometer langer, völlig unverbauter Sandstrand, eingerahmt vom mächtigen Bergrücken des Jandía-Massivs, der fast 800 Meter steil hinter der Küste aufragt. Die Brandung ist gewaltig, der Wind allgegenwärtig – Cofete fühlt sich an wie das Ende der Welt.
- Wichtige Anfahrtshinweise: Die Anreise von Morro Jable führt über eine rund 18 Kilometer lange, unbefestigte Schotterpiste. Die Strecke ist kurvig, staubig und steinig. Mit einem normalen Mietwagen musst du extrem vorsichtig fahren (Schrittgeschwindigkeit bei spitzen Steinen!) und bedenken, dass Fahrten auf unbefestigten Straßen bei vielen Mietwagenfirmen versicherungstechnisch auf eigenes Risiko erfolgen.
- Alternative Anreise: Wer den eigenen Mietwagen schonen möchte, nutzt den geländegängigen Allrad-Linienbus (Linie 111) ab Morro Jable.
- Sicherheit: An der Playa de Cofete herrscht absolutes Badeverbot! Die Unterströmungen und Brecher sind lebensgefährlich. Genieße die Urgewalt der Natur am besten bei einem ausgedehnten Spaziergang am Ufersaum.
- Verpflegung: Im winzigen Dorf Cofete gibt es lediglich ein einziges kleines Restaurant. Packe dir für deinen Ausflug unbedingt ausreichend Trinkwasser und Snacks ein.








Häufige Fragen zu den Fuerteventura Sehenswürdigkeiten (FAQ)
Wie viele Tage sollte man für die Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura einplanen?
Wir empfehlen dir für Fuerteventura idealerweise 7 bis 10 Tage. So kannst du die Highlights im Norden und Süden ganz ohne Hektik aufteilen und hast genügend Zeit für Badepausen und Fotostopps.
Braucht man für Fuerteventura unbedingt einen Mietwagen?
Ja! Die öffentlichen Busse verbinden zwar die großen Ferienorte, aber die schönsten Highlights wie Cofete, die Piratenhöhlen von Ajuy oder versteckte Aussichtspunkte erreichst du flexibel nur mit dem Auto.
Welcher Teil von Fuerteventura ist am schönsten?
Das kommt auf deinen Geschmack an: Der Norden begeistert mit Vulkankratern, riesigen Wanderdünen und dem relaxten Surfer-Vibe in Lajares. Der Süden punktet mit karibischen Traumstränden wie Sotavento und der wilden Bergkulisse von Cofete.
Bereit für die nächste Etappe? So geht deine Reiseplanung weiter
Fuerteventura hat noch viel mehr zu bieten! Wenn du deine Reiseroute perfektionieren willst, haben wir zwei unverzichtbare Guides für dich:
- Teil 2 unserer Highlights: Du willst auf einen echten Vulkankrater steigen, den skurrilen Popcorn Beach entdecken oder Atlashörnchen fotografieren? Hier geht es direkt weiter zu Fuerteventura Sehenswürdigkeiten Teil 2: Calderón Hondo, Popcorn Beach & geheime Fotospots
- Praktische Reisetipps: Alle Infos zu den günstigsten Flügen, Mietwagen-Versicherungen, Unterkünften und ein paar nützlichen Brocken Spanisch findest du in unserem Guide Fuerteventura Reisetipps für Anreise, Unterkunft und Roadtrip
💌 Deine Meinung ist gefragt: Kennst du noch mehr Ecken?
Wir waren zwar intensiv auf der Insel unterwegs, aber man entdeckt ja doch immer wieder neue, magische Orte. Du hast selbst noch ein paar geniale Fuerteventura Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps auf Lager, die in unserer Liste auf keinen Fall fehlen dürfen?
Dann erzähl uns unbedingt davon, damit wir sie mit der Auszeit Abenteuer-Community teilen können! Schreib uns einfach eine kurze E-Mail oder kontaktiere uns direkt auf Instagram. Wir freuen uns riesig auf deine Nachricht!
Hab eine fantastische Zeit auf dieser wunderschönen Insel,
Dani und Mario 🌊✨

