Wer an Bella Italia denkt, kommt an der weltberühmten Lagunenstadt schlichtweg nicht vorbei. Venedig hat einen unvergleichlichen Zauber: Wasser statt Straßen, über 400 Brücken, die sich über gewundene Kanäle spannen, und prachtvolle Paläste, die direkt aus dem Wasser ragen.
Da wir im Süden Deutschlands leben und die Anreise nach Italien für uns unkompliziert ist, waren wir in keiner anderen Stadt so oft wie hier. Nach fast zehn Besuchen können wir aus tiefstem Herzen sagen: Venedig zählt zu unseren absoluten Lieblingsstädten weltweit! 🤍
Die Stadt besteht aus etwa 120 Inseln. Das Schöne daran: Auch wenn sich an den Hauptattraktionen rund um den Markusplatz viele Menschen tummeln, müsst ihr abseits des Canal Grande nur zwei Ecken in die Seitengassen abbiegen, um dem Trubel komplett zu entfliehen. Plötzlich hört ihr nur noch das leise Schwappen des Wassers an den Hauswänden und das sanfte Klackern der Ruder eines vorbeigleitenden Gondoliere.
Kommt mit uns zu unseren liebsten Venedig Sehenswürdigkeiten! Wir nehmen euch mit durch verwinkelte Traumgassen, verraten euch unsere besten Fotospots aus fast zehn Jahren Reiseerfahrung und teilen alle praktischen Tipps – von Anreise und Vaporetto über günstige Gondelpreise bis hin zur aktuellen Eintrittsgebühr. 🎭🌊
💡 Tipp für eure Reiseplanung: Verbindet ihr Venedig mit einem Roadtrip durch den Süden Italiens? Dann werft unbedingt auch einen Blick in unseren Beitrag über Matera – die uralte Höhlenstadt in der Basilikata ist ein absolut spektakulärer Kontrast zur Lagunenstadt! 🚗🇮🇹

Venedig auf einen Blick
- Lage: Hauptstadt der Region Venetien, Norditalien (in einer flachen Salzwasserlagune der Adria)
- Aufbau: Rund 120 Inseln, verbunden durch mehr als 400 Brücken und 150 Kanäle
- Besonderheit: Vollständig autofrei – Fortbewegung ausschließlich zu Fuß oder auf dem Wasser (Vaporetto, Wassertaxi, Gondel)
- Wichtigste Highlights: Markusplatz, Markusdom, Dogenpalast, Rialtobrücke und der Canal Grande
- Beste Reisezeit: Frühling (April bis Mai) sowie Herbst (Oktober bis November) für mildes Wetter und angenehme Besucherzahlen
- Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mindestens 3 bis 4 Tage, um die Stadt frühmorgens und abends in Ruhe zu erleben
Unser Routen-Vorschlag für 3 bis 4 Tage:
- Tag 1: Die großen Klassiker & Weitblick: Frühmorgens Markusplatz & Markusdom (ohne Trubel), Dogenpalast, Seufzerbrücke, 2-Euro-Traghetto über den Canal Grande und Dachterrasse am T Fondaco dei Tedeschi.
- Tag 2: Malerische Gassen, Fotospots & Bacari: Wendeltreppe Palazzo Contarini del Bovolo, Ponte dell’Accademia, Fototour durch Cannaregio & Dorsoduro (Ponte del Chiodo, schmalste Gasse) und abends Cicchetti-Hopping im Bacareto da Lele.
- Tag 3: Farbenfrohe Laguneninseln: Tagesausflug mit dem Vaporetto zu den bunten Fischerhäusern nach Burano und zu den traditionsreichen Glasbläsern nach Murano.
- Tag 4 (Bonus): Das stille Venedig: Frühaufsteher-Sonnenaufgang an der Gondelanlegestelle San Marco, Castello-Viertel mit dem versteckten roten Steinherz und die außergewöhnliche Libreria Acqua Alta.
Wichtig vor der Reise: Eintrittsgebühr für Tagestouristen
Die Stadt Venedig erhebt die Zugangsgebühr (Contributo di Accesso) nicht durchgehend, sondern gezielt an ausgewählten Spitzentagen im Frühling und Sommer (hauptsächlich an Wochenenden und Feiertagen zwischen 8:30 und 16:00 Uhr).
- Außerhalb dieser Termine: In den Herbst- und Wintermonaten sowie an allen nicht ausgewiesenen Tagen ist der Besuch Venedigs für alle Tagesgäste komplett kostenlos und ohne jegliche Registrierung möglich.
- An den offiziellen Gebührentagen: Wer als reiner Tagesgast an einem der festgelegten Termine anreist, zahlt 5 Euro pro Person bei rechtzeitiger Online-Buchung (mindestens 4 Tage im Voraus) oder 10 Euro bei kurzfristiger Buchung.
- Wichtig für Hotelgäste: Wer direkt in der Altstadt übernachtet, zahlt diese Gebühr generell nicht, da bereits die Kurtaxe greift. Fällt dein Aufenthalt auf einen der offiziellen Gebührentage, musst du dir lediglich vorab den kostenlosen Befreiungs-QR-Code auf dein Smartphone laden.
Unser Tipp: Prüft vor eurem Besuch kurz auf der offiziellen Buchungsplattform der Stadt Venedig (cda.ve.it), ob euer konkreter Reisetag gebührenpflichtig ist.
Tipps zur Anreise nach Venedig
Da die Altstadt von Venedig komplett autofrei ist, endet jede Anreise auf Rädern am Rande der Lagune. Hier sind die besten Optionen:
Anreise mit dem Auto und unser Parktipp
Wir sind meistens mit dem Auto angereist, da Venedig für uns oft der Startpunkt für ausgedehnte Italien-Rundreisen war. Da ihr euer Fahrzeug vor der Stadt abstellen müsst, gibt es zwar Parkhäuser direkt am Rand der Altstadt (wie Tronchetto oder Piazzale Roma), diese sind jedoch sehr teuer.
Unser Spartipp: Wir parken unser Auto seit Jahren bei Marive Transport auf dem Festland in San Giuliano. Der Parkplatz ist videoüberwacht und deutlich günstiger als die Parkhäuser an der Altstadt. Wenn ihr vorab online bucht, sichert ihr euch ein praktisches Kombiticket: Ihr parkt euer Auto und steigt direkt am Parkplatz in das Fährboot, das euch in rund 20 Minuten entspannt über das Wasser direkt nach Venedig bringt.
Anreise vom Flughafen Marco Polo (VCE)
Der internationale Flughafen liegt rund 10 Kilometer nördlich der Stadt auf dem Festland:
- Express-Busse (ATVO oder ACTV Linie 5): Die günstigste Verbindung. Für rund 10 Euro fahrt ihr in 20 bis 25 Minuten direkt zum Piazzale Roma.
- Alilaguna-Wasserbus: Die schönste Einstimmung! Die Boote legen am Flughafen-Hafen ab und bringen euch über das Wasser direkt zu verschiedenen Haltestellen in der Altstadt (ca. 15 Euro Einzelfahrt). Lieben wir!
- Privates Wassertaxi: Die exklusivste Option (ca. 120 bis 140 Euro pro Fahrt). Lohnt sich vor allem, wenn man bequem bis an den Hoteleigenen Steg chauffiert werden möchte.
Anreise mit dem Zug
Der Hauptbahnhof Venezia Santa Lucia liegt direkt am Ufer des Canal Grande. Tritt man aus dem Bahnhofsgebäude, steht man unmittelbar am Wasser – ein unvergesslicher Moment! Von Süddeutschland (z. B. ab München) gibt es bequeme Direktverbindungen mit dem Eurocity oder dem Nachtzug (Fahrzeit ca. 7 bis 9 Stunden).
Achtet bei Fernzügen unbedingt auf eine feste Sitzplatzreservierung. Direkt vor dem Bahnhofsportal liegen die Haltestellen der Vaporetti, mit denen ihr samt Gepäck zu eurer Unterkunft gelangt.
Wichtiger Gepäcktipp vor eurer Reise: Versucht unbedingt, nur mit leichtem Handgepäck oder Rucksack zu reisen! In Venedig gibt es keine Straßen, sondern hunderte Brücken mit vielen Stufen und historisches Kopfsteinpflaster. Einen schweren Koffer über dutzende Brücken zu tragen, raubt sofort die Urlaubsfreude. Packt leicht und tragt bequeme Sneaker!

Beste Reisezeit für Venedig
Im Hochsommer (Juli und August) raten wir von einem Besuch in Venedig ab: Das Thermometer klettert oft weit über 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit in den Gassen steht und die Stadt ist vollkommen überlaufen.
Wir empfehlen euch ganz klar die Nebensaison von Oktober bis April oder die Übergangsmonate Mai und September. Im Frühling und Herbst herrschen ideale Temperaturen zum Erkunden, das Fotolicht ist weich und die Gassen sind deutlich entspannter. Versucht eure Besichtigungstage möglichst unter die Woche zu legen, um dem Wochenendandrang zu entgehen.
Unser wichtigster Reisetipp: Stellt euch an mindestens einem Tag den Wecker vor dem Morgengrauen! Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Gassen fallen, die Laternen am Markusplatz noch golden leuchten und die Stadt langsam erwacht, erlebt ihr Venedig fast menschenleer. Dieses friedliche Flair vergisst man nie.


Fortbewegung in Venedig: Zu Fuß, Vaporetto und Gondel
Venedig ist ein einzigartiges Freiluftmuseum, das ihr am intensivsten zu Fuß entdeckt. Lasst euch ganz bewusst durch das Labyrinth treiben und habt keine Sorge vor dem Verlaufen – Google Maps setzt in den hohen, engen Gassen gerne mal aus, und genau so entdeckt man dann aber auch die schönsten Ecken.
Mit dem Vaporetto (Wasserbus)
Die Vaporetti der ACTV sind die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Wasser. Sie verkehren wie Linienbusse über den Canal Grande und verbinden das Zentrum mit den Nachbarinseln.
Einzelfahrkarten sind relativ teuer. Wenn ihr plant, mehrfach am Tag Boot zu fahren oder Inselausflüge zu unternehmen, lohnt sich ein 24-Stunden- oder Mehrtagesticket. Kauft euer Ticket am besten vorab online oder an den größeren Automaten (z. B. am Bahnhof oder Piazzale Roma), um langes Anstehen an den Haltestellen zu vermeiden. Denkt daran, das Ticket vor jedem Einstieg kurz an das Lesegerät an der Schranke zu halten!

Romantik pur – mit der Gondel durch die Kanäle
Eine Gondelfahrt ist das klassische Venedig-Symbol schlechthin. Die handgefertigten Holzboote gleiten lautlos durch winzige Kanäle, die für normale Motorboote viel zu eng sind.
- Offizielle Tarife: Die Stadt legt feste Standardpreise fest. Tagsüber kostet eine 30-minütige Rundfahrt für die gesamte Gondel (maximal 5 Personen) rund 90 Euro, ab 19:00 Uhr rund 110 Euro.
- Spartipp: Ihr könnt euch die Gondel mit anderen Reisenden teilen, um die Kosten pro Kopf zu senken. Für ein romantisches Erlebnis zu zweit bucht man die Gondel am besten ganz privat.
- Bucht eure Fahrt direkt am Steg bei einem Gondoliere. Klärt Route und Fahrtdauer kurz vorher ab. Wenn ihr möchtet, dass traditionelle Lieder gesungen werden, fragt vorab freundlich nach – über ein Trinkgeld am Ende freuen sich die Gondoliere immer.
Der 2-Euro-Gondel-Hack: Mit dem Traghetto über den Canal Grande
🤫✨Unser Geheimtipp: Möchtet ihr das traditionelle Gondel-Gefühl erleben, ohne 90 Euro hinzublättern? Dann nutzt das Traghetto! Da es auf dem fast vier Kilometer langen Canal Grande nur vier feste Brücken gibt, nutzen die Venezianer seit Jahrhunderten diese Fährgondeln, um schnell von einem Ufer ans andere überzusetzen.
Der Ablauf: Gesteuert wird das Traghetto von zwei Gondoliere. Die Einheimischen bleiben während der kurzen Überfahrt traditionell lässig im Boot stehen – ihr dürft euch aber natürlich auch setzen.
Der Preis: Für Touristen kostet die Überfahrt gerade einmal 2 Euro pro Person (bitte passend in bar bereithalten!).
Wo ablegen? Die bekanntesten Traghetto-Stationen findet ihr an der Santa Sofia (nahe dem Fischmarkt bei Rialto) und bei San Tomà. Ein herrlich authentisches Mini-Erlebnis für den schmalen Taler! Hach, Dagobert Duck wäre begeistert! 💰✨

Unser Hoteltipp: Übernachten mitten in der Altstadt
Wer das echte Venedig spüren möchte, sollte unbedingt direkt in der Altstadt übernachten und nicht abends aufs Festland pendeln. Nur so erlebt ihr die Lagunenstadt morgens vor 9:00 Uhr und abends nach 20:00 Uhr in ihrer ganzen Magie.
Wir haben im Hotel Casanova übernachtet. Der riesige Vorteil: Es liegt in einer ruhigen Seitengasse nur zwei Gehminuten vom Markusplatz entfernt! So konnten wir frühmorgens beim ersten Licht zum Fotografieren aufbrechen, danach entspannt zum Frühstücken ins Hotel zurückkehren und waren den ganzen Tag mitten im Geschehen. Die Zimmer sind gemütlich im klassischen venezianischen Stil eingerichtet – für uns der ideale Ausgangspunkt.

Die schönsten Venedig Sehenswürdigkeiten im Überblick
Piazza San Marco (Markusplatz)
Der Markusplatz ist das Herzstück Venedigs. Mit seinen 175 Metern Länge bietet er eine gewaltige Kulisse aus historischen Arkadenbauten und traditionsreichen Cafés wie dem berühmten Caffè Florian.
Tagsüber herrscht hier dichter Trubel. Seit am besten frühmorgens kurz nach Sonnenaufgang vor Ort: Wenn das erste Licht auf die Fassaden trifft und sich der Platz langsam füllt, spürt ihr die historische Größe dieses Ortes ganz ungestört.

Basilica di San Marco (Markusdom)
Der Markusdom ist das zentrale Herzstück des Platzes. Mit seinen fünf byzantinischen Kuppeln und reich verzierten Marmorbögen wirkt die wichtigste Kirche Venedigs wie eine faszinierende Mischung aus Orient und Okzident.
Sobald ihr den Markusdom betretet, kommt ihr aus dem Staunen nicht mehr heraus: Rund 8.000 Quadratmeter Wand- und Deckenflächen sind mit funkelnden Goldmosaiken bedeckt! Auch der Boden ist ein jahrhundertealtes Kunstwerk aus unzähligen Mosaiksteinen. Fällt das Sonnenlicht durch die Fenster, erstrahlt das gesamte Kirchenschiff in einem warmen, goldenen Glanz.
- Eintritt & Tickets: Der reguläre Eintritt liegt bei ca. 3 Euro pro Person. Bucht euer Zeitfenster-Ticket unbedingt vorab online, um die langen Warteschlangen am Eingang zu umgehen.
- Unser Tipp für Kombitickets: Es gibt erweiterte Tickets, mit denen ihr den weltberühmten goldenen Altaraufsatz (Pala d’Oro) mit tausenden Edelsteinen sowie das Dom-Museum besichtigen könnt. Über das Museum gelangt ihr auch hinauf auf die Außenterrasse des Doms (Loggia dei Cavalli). Von hier oben steht ihr direkt über dem Hauptportal und habt einen fantastischen Blick hinab auf das bunte Treiben auf dem Markusplatz!
Campanile di San Marco (Markusturm)
Er steht direkt neben dem Markusdom und ist mit knapp 100 Metern Höhe das höchste Bauwerk in Venedig. Wenn ihr mit dem Boot über das Wasser anreist, sticht der markante rote Backsteinturm sofort ins Auge.
Wollt ihr den ultimativen 360-Grad-Panoramablick über die Lagunenstadt genießen, müsst ihr hier hinauf! Das Beste daran: Ihr müsst die knapp 100 Meter nicht zu Fuß erklimmen – ein moderner Aufzug bringt euch in wenigen Sekunden bequem nach oben zur offenen Aussichtsplattform.
Von hier oben liegen euch die roten Ziegeldächer, die Kuppeln des Markusdoms, der Dogenpalast und die weite Lagune bis hinüber nach San Giorgio Maggiore zu Füßen. Auch wenn der Turm kein Geheimtipp ist: Für uns bietet er den mit Abstand spektakulärsten Überblick über ganz Venedig!

Palazzo Ducale (Dogenpalast)
Direkt am Marktplatz, neben dem Markusdom, befindet sich der Dogenpalast. Diese drei Gebäude bilden sozusagen das Herz von Venedig. Der Dogenpalast war jahrhundertelang der Regierungssitz der Dogen (die Herrscher Venedigs) und gleichzeitig das politische und juristische Zentrum der Republik. Von hier aus wurde über Handel, Kriege und Gesetze entschieden.
Von außen ist die Fassade von weißen und rosafarbenen Marmorplatten bedeckt. Innen geht es genauso prunkvoll weiter, mit riesigen Sälen und vergoldeten Decken. In den Innenräumen seht ihr auch Wandgemälde von Künstlern wie Tintoretto und Veronese. Besonders beeindruckend: der Große Ratssaal, einer der größten Säle Europas ohne tragende Säulen – hier tagten einst 2.000 Ratsmitglieder.
Der Eintritt kostet ca. 30 Euro. Zeit und Geld spart ihr, wenn ihr euer Ticket online bucht, das Kombiticket lässt sich mit den anderen Museen am Markusplatz kombinieren.

Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke)
Nur wenige Meter vom Markusplatz entfernt findet ihr die schöne Seufzerbrücke. Den besten Blick habt ihr von der davor liegenden Brücke Ponte della Paglia. Die Seufzerbrücke überspannt den schmalen Rio di Palazzo und hat früher die Hafträume des Dogenpalastes mit den Gefängnissen verbunden. Wenn ihr euch jetzt fragt, warum die Brücke „Seufzerbrücke“ heißt: Von hier aus hörte man das letzte Mal die Seufzer der Gefangenen, die ins Gefängnis mussten.

Fototipp Gondelanlegestelle („Servizio Gondole“) am Bacino di San Marco
Vielleicht habt ihr dieses bekannte Fotomotiv schon einmal gesehen. Es handelt sich um die Gondelanlegestelle am Markusplatz. Im Hintergrund ist die Insel San Giorgio Maggiore mit dem markanten Campanile (Glockenturm) und der Kirche von Andrea Palladio . Natürlich durfte dieses schöne Motiv in unserer Fotosammlung ebenfalls nicht fehlen.
Wir waren hier direkt am Morgen zum Sonnenaufgang, als die Laternen noch golden geleuchtet haben. Selbst bei diesem bekannten Motiv findet ihr morgens kaum andere Besucher, nur ein paar wenige, weitere fotobegeisterte Reisende.

Ponte di Rialto (Rialtobrücke) am Canale Grande
Die Rialtobrücke gehört zu Venedig wie die Gondeln, ein typisches Symbol der Stadt. Die älteste und berühmteste Brücke am Canale Grande wurde Ende des 16. Jahrhunderts gebaut. Heute ist sie nicht nur eine Verbindung zwischen den Stadtteilen San Polo und San Marco, sondern auch einer der meistfotografierten Orte der Stadt.
Auch wenn die Brücke zu jeder Tageszeit gut besucht ist, es lohnt sich auf jeden Fall. Von oben habt ihr einen traumhaften Blick auf den Canale Grande und wir können euch nur empfehlen, die Rialto Brücke und die Aussicht von der Brücke zu genießen. Wir hatten während unseres Besuches sogar soviel Glück, dass kurz nach dem Regen ein Regenbogen zu sehen war.

T Fondaco dei Tedeschi: Die kostenlose Dachterrasse
Nur wenige Schritte von der Rialtobrücke entfernt verbirgt sich ein genialer Aussichtspunkt: das historische Kaufhaus T Fondaco dei Tedeschi.
Im obersten Stockwerk befindet sich eine hölzerne Aussichtsplattform, von der aus du einen spektakulären 360-Grad-Blick über die große Schleife des Canal Grande und das rote Dächermeer Venedigs genießt.
- Gut zu wissen: Der Zugang zur Terrasse ist komplett kostenlos, muss aber zwingend vorab online über die Website des Kaufhauses für ein festes 15-Minuten-Zeitfenster reserviert werden (meist ab 21 Tage im Voraus freigeschaltet).
Ponte dell’Accademia – der Postkartenblick
Einen weiteren schönen Ausblick über den Canal Grande findet ihr auf der Ponte dell’Accademia. Links und Rechts die eleganten Palazzi, im Hintergrund die Kirche Santa Maria della Salute mit ihrer beeindrucken Kuppel. Im Gegensatz zur Rialtobrücke, ist diese Brücke aus Holz konstruiert. Außerdem geht es hier etwas entspannter zu, perfekt also um die Aussicht zu genießen und ein weiteres Postkartenmotiv mitzunehmen.

Fototipps von uns:
Wir empfehlen euch, zum Sonnenuntergang oder in der blauen Stunde, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, herzukommen. Die Sonne steht tief und zaubert die Gebäude in ein warmes Licht, mit dem Blau des Himmels erhält ihr so die schönsten Urlaubsfotos. Wenn ihr wartet, bis die Sonne weg ist und dann noch etwas Geduld habt, verfärbt sich der Himmel meist nochmal und ihr bekommt besonders tolle Fotos.
Wird es langsam dunkel, lohnt es sich ein Stativ dabei zu haben. Falls ihr nur mit Handy reist, lohnt sich ein Ministativ, so verwackelt ihr die Fotos beim Auslösen nicht. Hierfür empfehlen wir euch ein Gorillapod-Stativ, das unserer Meinung nach beste Stativ für Handys.
Wenn der Himmel dunkel wird, die Stadt langsam ihre Lichter anknipst und sich diese im Wasser spiegeln, da schlägt das Fotografenherz höher, besser geht’s nicht mehr. 🙂
Unser Tipp: Am besten eine Stunde vor Sonnenuntergang an der Rialtobrücke starten, danach etwa 15-20 Minuten durch die Gassen zur Ponte dell’Accademia schlendern und hier den Sonnenuntergang genießen.
Santa Maria della Salute
Nach eurem Sonnenuntergang an der Ponte dell’Accademia geht es weiter zur imposanten Santa Maria della Salute. Diese werdet ihr sicherlich auch schon vom Markusplatz gesehen haben, sie ist ein weiteres, typisches Bild für Venedig. Das Beste: Nur 10 Minuten zu Fuß von der Ponte dell’Accademia. Die Kirche ist frei zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Gebaut wurde sie ab 1631, nachdem die Pest in Venedig gewütet hatte. Daher der Name „Salute“, zu deutsch „Gesundheit“.

Nachts wird die Kirche von Scheinwerfern angestrahlt und spiegelt sich auch im Wasser wieder. Daher auch ein toller Spot am Abend nach Sonnenuntergang.
Libreria Acqua Alta (Buchhandlung)
Zugegebenermaßen ein etwas ungewöhnlicher Tipp aber die Libreria Acqua Alta ist definitiv die außergewöhnlichste Buchhandlung, die wir je gesehen haben. Acqua Alta heißt übersetzt übrigens Hochwasser und verweist auf die regelmäßigen Überschwemmungen in Venedig. Das Besondere: Die Bücher stehen in Gondeln, Kanus, Badewannen und sogar in Regalen, die wie Boote wirken.
Weiter hinten im Laden findet ihr auch einen kleinen Hof mit einer Treppe aus Büchern. Die Bücher wurden durch das Hochwasser beschädigt und dienen daher als Treppe – oder auch Fotomotiv. Typisch für die Bücherei sind auch die vielen Katzen, die es sich überall gemütlich machen. Der Eintritt ist kostenlos, die Bücherei ist absolut sehenswert, verpasst sie nicht!


Palazzo Contarini del Bovolo – Venedigs versteckte Wendeltreppe
Die höchste Wendeltreppe in Venedig findet ihr etwas abseits der typischen Touristenpfade im Stadtteil San Marco. Die beeindruckende Architektur vereint Elemente der Gotik, Renaissance und dem byzantinischen Stil. Von oben wartet dann ein traumhafter Blick über die Dächer Venedigs auf euch. Tolle Fotomotive gibt’s dank den zahlreichen Bögen garantiert. Diese bieten euch immer einen perfekten Rahmen für euer Motiv und Blickwinkel.
Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro pro Person. Die Tickets könnt ihr vorab auch online kaufen.

Ponte del Chiodo: Venedigs Brücke ohne Geländer
Wusstet ihr, dass früher fast alle Brücken in Venedig kein Geländer hatten? Heute gibt es in der gesamten Stadt nur noch zwei historische Brücken ganz ohne Schutzbrüstung! Eine davon ist die wunderschöne Ponte del Chiodo im ruhigen Stadtteil Cannaregio. Die alte Backsteinbrücke führt direkt auf ein privates Haustor zu und ist ein herrlich unverfälschtes Fotomotiv ohne Menschenmassen.
- Unser Fototipp: Fotografiert von der gegenüberliegenden Kaimauer mit etwas Spiegelung im Wasser.
Calle Varisco: Die schmalste Gasse der Stadt
Habt ihr Lust auf eine witzige Fotoperspektive? Dann macht euch auf die Suche nach der Calle Varisco im Viertel Cannaregio. An ihrer engsten Stelle misst diese Gasse gerade einmal 53 Zentimeter! Wenn ihr hindurchgeht, könnt ihr links und rechts problemlos beide Hauswände gleichzeitig berühren. Die Gasse endet direkt an einem kleinen Kanal – ein genialer Perspektiven-Shot für eure Kamera.
Squero di San Trovaso: Die historische Gondel-Werft
Mitten im charmanten Viertel Dorsoduro liegt eine der ältesten noch aktiven Gondel-Werften der Welt. Das hölzerne Werkstattgebäude sieht mit seinen Balken fast aus wie eine urige Berghütte in den Dolomiten – und genau das ist der historische Grund: Die Handwerker stammten ursprünglich aus den Bergen Norditaliens und brachten das Holz für den Bootsbau mit nach Venedig.
- Unser Blick-Tipp: Vom gegenüberliegenden Ufer (Fondamenta Nani) könnt ihr den Bootsbauern oft dabei zuschauen, wie sie die schwarzen Holzboote reparieren oder frisch teeren.
Sotoportego dei Preti: Das versteckte Herz aus Stein
Ein wunderbar romantischer Ort für Paare versteckt sich im Viertel Castello nahe dem Campo Bandiera e Moro: Im Deckengewölbe des dunklen Bogengangs Sotoportego dei Preti ist ein Herz aus rotem Backstein eingemauert. Der Legende nach geht ein Liebeswunsch in Erfüllung, wenn zwei Verliebte diesen roten Stein gemeinsam berühren. Ein bezaubernder, stiller Glücksort fernab der Touristenrouten!
Venedig und seine malerischen Gassen
In Venedig bezaubern nicht nur die weltbekannten Highlights, sondern vor allem das alltägliche Leben und die stillen Augenblicke abseits der Touristenströme. Wir lieben es, uns einfach ohne festen Plan durch das Gewirr der Gassen treiben zu lassen, über kleine Brücken zu schlendern und das venezianische Flair aufzusaugen.
Hinter fast jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv: der morbide Charme einer abgeblätterten Fassade, bunte Häuser, die sich malerisch im Wasser spiegeln, oder eine flatternde Wäscheleine, die hoch über einen engen Kanal gespannt ist.
Ein schneller Espresso im Stehen an der Kaffeebar, das geschickte Manövrieren der Gondolieri durch schmale Wasserstraßen oder ein versteckter Innenhof, der plötzlich Ruhe schenkt – genau das macht für uns den wahren Zauber der Lagunenstadt aus. Wir haben diese ungeplanten Streifzüge mindestens genauso geliebt wie die großen Sehenswürdigkeiten. Und selbst wenn das Wetter mal nicht perfekt mitspielt: In Venedig wird es garantiert nie langweilig. Nehmt euch also unbedingt Zeit für das Dolce Vita – das echte, süße Leben! ✨

Venedig Sehenswürdigkeiten: Verstecktere Stadtviertel mit weniger Tourismus
Euch wuselt die Stadt zuviel und ihr wollt etwas abseits der üblichen Touristenpfade die Lagunenstadt erkunden? Dann gehts nach:
- Cannaregio-das größte und authentischste Viertel in Venedig. Hier leben noch Einheimische, es gibt tolle Trattorias mit richtig gutem Essen, wie es die Italiener lieben und ihr seht viel weniger Touristen.
- Dorsoduro-viele tolle Fotomotive gibt es hier zu finden, wenn ihr auf der Suche nach besonders charmanten Spots seid. Schlendert entlang und lasst euch durch die Gassen treiben, immer wieder mit Blick auf die Lagune.

Kulinarik in Venedig: Günstig essen & Cicchetti-Kultur
Die venezianische Bacari-Kultur (Cicchetti ab 1,50 €)
Wer in Venedig nur nach Pizza sucht, verpasst das beste kulinarische Erlebnis der Stadt! Die Venezianer meiden überteuerte Touristenlokale und ziehen stattdessen von einem Bacaro (urige Weinbar) zur nächsten. An der Theke bestellt man ein Ombra (ein kleines Glas Hauswein für 1,20 bis 2 Euro) und probiert verschiedene Cicchetti (venezianische Häppchen, ähnlich wie spanische Tapas für 1,50 bis 3 Euro).
- Bacareto da Lele: Das wohl legendärste Mini-Lokal der Stadt liegt im Viertel Santa Croce (Campo dei Tolentini). Hier gibt es keine Sitzplätze: Ihr holt euch an der Holztheke frisch belegte Mini-Panini für unglaubliche 1,50 bis 2 Euro und ein Glas Wein, setzt euch mit den Studenten auf die Stufen am Kanal und genießt das italienische Leben. Günstiger und authentischer geht es kaum!
- Rosticceria Gislon: Nahe der Rialtobrücke (Calle de la Bissa) bekommt ihr an der Theke das venezianische Kult-Streetfood Mozzarella in Carrozza (herrlich saftig frittiertes Weißbrot mit geschmolzenem Mozzarella für ca. 2,50 bis 3 Euro). Perfekt für einen schnellen, günstigen Snack auf die Hand während der Sightseeing-Tour.
Die beste Pizzeria in Venedig
Wir haben schon viele ausprobiert, aber diese Pizzeria war für uns die beste Pizzeria in ganz Venedig. Die „1000 Gourmet Pizzeria“ Nahe des Markusplatzes in einer Seitengasse gelegen, übertraf unsere Erwartungen. Die Pizzen schmecken göttlich, außen knusprig und innen schöner dünner, weicher Boden mit unglaublich leckeren Zutaten. Nomnomnomnom!
Das Personal war sehr freundlich und hat sich sehr gefreut, dass wir so begeistert von ihrem Essen waren. Es wurde immer gegrinst. 😀
Probiert unbedingt die Pizzen und erzählt uns, wie sie euch geschmeckt haben. Es gibt auch vegetarische Alternativen und glutenfreie Optionen.
Tischreservierung ist dringend empfohlen.
Adresse: Calle Specchieri San Marco, 475, 30124 Venedig Italien


Acqua Alta: Was tun bei Hochwasser in Venedig?
Das berühmte Hochwasser (Acqua Alta) tritt vor allem in den Herbst- und Wintermonaten auf, wenn Vollmond, Südwind (Scirocco) und Gezeiten zusammentreffen.
- Das MOSE-Sperrwerk: Seit einigen Jahren schützen die riesigen gelben Fluttore an den drei Lagunen-Einfahrten die Stadt zuverlässig vor extremen Sturmfluten.
- Was passiert bei leichtem Hochwasser? Bei normalem Hochwasser laufen tiefe Zonen (wie der Markusplatz) zeitweise für ein bis zwei Stunden etwas voll. Die Stadt baut dann sofort erhöhte Holzstege auf den Hauptwegen auf, sodass man problemlos trockenen Fußes weiterlaufen kann. Gummistiefel braucht man im normalen Reisealltag so gut wie nie.
- Unser App-Tipp: Ladet euch vor deiner Reise die kostenlose Smartphone-App „Hi!Tide Venice“ herunter – sie zeigt euch die Gezeitenstände minutengenau an und warnt euch zuverlässig vor Hochwasser-Phasen.
Gut zu wissen: Venedig-Knigge & teure Fettnäpfchen
Venedig schützt sein historisches Erbe mit strengen Regeln. Wer sich nicht daran hält, riskiert empfindliche Geldstrafen durch die örtliche Polizei (Polizia Locale):
- Kein Picknick auf Brücken oder Stufen: Es ist streng verboten, sich auf Treppen, Brunnenränder oder Brückenstufen zu setzen, um mitgebrachte Snacks zu essen (Strafe: 100 bis 500 Euro). Nutzt dafür die Bänke in den öffentlichen Parks (z. B. den Giardini Reali nahe dem Markusplatz).
- Taubenfüttern verboten: Das Füttern von Tauben und Möwen am Markusplatz ist strikt untersagt, um die historischen Marmorfassaden vor Schäden zu schützen.
- Angemessene Kleidung: Auch im Hochsommer gilt: In Badekleidung oder mit freiem Oberkörper durch die Stadt zu laufen, wird sofort mit Bußgeldern geahndet. Für Kirchenbesuche sollten Schultern und Knie bedeckt sein.
- Kostenloses Trinkwasser an den Fontanelle: Ihr müsst kein teures Flaschenwasser an Kiosken kaufen! Im gesamten Stadtgebiet gibt es über 100 historische Brunnen (Fontanelle) mit glasklarem, köstlichem Trinkwasser. Bringt einfach eine wiederbefüllbare Trinkflasche mit und spart so bares Geld.
Burano – Der perfekte Tagesausflug
Wenn ihr auch wie wir länger in Venedig seid, dann können wir euch einen Tagesausflug nach Burano empfehlen. Mit dem Wasserbus seid ihr ganz entspannt in etwa 45 Minuten am Ziel. Am besten nehmt ihr die Linie 12 von den Haltestellen Fondamente Nove (oder kurz: F.te Nove) oder San Zaccaria. Wenn ihr euch das Tagesticket holt, sind zwei weitere Inseln inkludiert, wir empfehlen dabei auf jeden Fall Murano, das bekannt ist für sein wunderschönes Muranoglas. Infos zu Murano gibts im Text weiter unten.
Zurück zum kleinen, aber feinen Burano und was uns so begeistert:
Das Markenzeichen von Burano sind zweifelsfrei die bunt getünchten Fischerhäuser. Sie werden jedes Jahr bzw in festgelegten Abständen frisch gestrichen und leuchten in den buntesten Farben. Winzige Kanäle und Brücken sorgen hier nochmal für ein ganz anderes Flair wie auf Venedig selbst. Ein wahres Fotoparadies also. Außerdem ist Burano bekannt für seine Spitzenstickerei, die Merletto di Burano. Diese könnt ihr im Museo del Merletto bestaunen. Souvenirs gibt es hier an vielen Ecken, trotzdem finden wir Burano sehr authentisch.

Sehenswert sind zudem die Piazza Galuppi, der zentrale Platz mit Cafés, Geschäften und dem Herzen des Dorflebens sowie die Kirche San Martino mit ihrem schiefen Glockenturm.
Ein Spaziergang durch die Gassen und entlang der Kanäle darf ebenso nicht fehlen.
Ihr könnt hier einen halben Tag verbringen, wenn ihr noch gemütlich Pause macht, aber auch ziemlich zügig durch Burano schlendern, da es eine kleine Insel ist.

Ein kleiner Herzensrat für die gesamte Lagune: So traumhaft die Kulisse für uns Reisende auch ist – für die Menschen vor Ort ist es ihr ganz normaler Alltag und ihr Zuhause. Ein respektvoller Umgang macht hier den feinen Unterschied: Achtet auf die Privatsphäre an offenen Haustüren, lasst ein kleines Trinkgeld an der Kaffeebar liegen und schenkt den Einheimischen ein ehrliches Lächeln. Schon ein freundliches „Buongiorno!“ oder „Grazie!“ wirkt oft Wunder – und ihr werdet merken, wie viel Herzlichkeit und Offenheit euch sofort zurückgegeben wird. ☕🤍

Murano – Die traditionelle Glasbläserkunst
Habt ihr schon mal etwas über das Murano-Glas gehört? Weltbekannt wurde die kleine Insel Murano, die etwas über einen Kilometer von Venedig in nordöstlicher Richtung liegt, durch eben dieses.
Bereits seit dem 13. Jahrhundert wird das Muranoglas hier gefertigt. In Werkstätten und Showrooms könnt ihr live erleben, wie aus glühender Masse Kunstwerke gefertigt werden.
Im Jahre 1291 wurden aus Brandschutz-sowie Geheimhaltungsgründen die Glasöfen aus Venedig nach Murano gebracht um dann ausschließlich hier zu produzieren.
Heute gibt es neben dem Glasmuseum auch viele Shops, in denen ihr (Glas-) Souvenirs kaufen könnt, es gibt auch ganz winzige Glasfiguren und Glastierchen, die ein schönes Mitbringsel für die Liebsten daheim sind oder als Erinnerung für eure Reise. Fairerweise muss man dazu sagen: Nicht jedes bunte Glasteilchen stammt tatsächlich aus einem der Inselöfen – viele günstige Souvenirs werden mittlerweile aus Asien importiert (das steht oft auf kleinen Etiketten am Boden). Wenn ihr das echte, traditionelle Kunsthandwerk der lokalen Meister unterstützen und ein echtes venezianisches Unikat mit nach Hause nehmen möchtet, achtet beim Kauf am besten auf das offizielle Herkunftssiegel „Vetro Artistico Murano“ oder kauft direkt in einer der angeschlossenen Werkstätten.
Sehenswert sind in Murano außerdem das Museo del Vetro (Glasmuseum), die Basilica dei Santi Maria e Donato und der Leuchtturm von Murano.
Ein Spaziergang durch die Kanäle darf hier aber ebenfalls nicht fehlen.
Für Murano würden wir max. ca. 2 Std. einplanen und dann weiter nach Burano fahren. Burano ist besonders schön, entweder am frühen Morgen oder wenn die Sonne tiefer steht und auch weniger Menschen vor Ort sind (später Nachmittag, Abfahrtszeiten beachten!)
Wichtig: Achtet auf die Abfahrtszeiten der Vaporetti und nehmt nicht die letzte Fahrt, sonst kann es euch passieren, dass ihr diese verpasst und nicht mehr nach Venedig gelangt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Venedig
Braucht man für Venedig eine Eintrittskarte?
An ausgewählten, stark besuchten Tagen im Frühling und Sommer (hauptsächlich an Wochenenden und Feiertagen zwischen 8:30 und 16:00 Uhr) zahlen reine Tagestouristen eine Zugangsgebühr von 5 Euro bei rechtzeitiger Online-Buchung (mindestens 4 Tage vorab) oder 10 Euro kurzfristig.
Gäste, die in der Altstadt von Venedig übernachten, zahlen die Gebühr nicht, müssen sich aber vorab online registrieren, um einen kostenlosen Ausnahme-QR-Code auf dem Smartphone vorweisen zu können.
Außerhalb dieser festgelegten Termine (beispielsweise im gesamten Herbst und Winter) ist der Besuch komplett kostenlos und ohne Registrierung möglich.
Wie viele Tage sollte man für einen Venedig-Trip einplanen?
Wir empfehlen mindestens drei bis vier Tage. So habt ihr ausreichend Zeit, um frühmorgens vor den Tagestouristen die Highlights rund um den Markusplatz zu bestaunen, euch entspannt durch ruhige Viertel wie Cannaregio oder Dorsoduro treiben zu lassen und Tagesausflüge zu den Laguneninseln Burano und Murano zu unternehmen.
Wo parkt man das Auto am besten bei der Anreise nach Venedig?
Am stressfreiesten und günstigsten parkt ihr auf dem Festland, beispielsweise auf dem videoüberwachten Parkplatz von Marive Transport in San Giuliano. Dort könnt ihr online ein günstiges Kombiticket aus Parkplatz und direkter Bootsüberfahrt buchen, das euch in rund 20 Minuten entspannt über die Lagune nach Venedig bringt.
Wie viel kostet eine Gondelfahrt in Venedig?
Die Stadt Venedig legt offizielle Einheitspreise fest: Eine 30-minütige Rundfahrt für bis zu fünf Personen kostet tagsüber rund 90 Euro und ab 19:00 Uhr rund 110 Euro pro Gondel. Wer das traditionelle Gondel-Gefühl für den ganz schmalen Geldbeutel erleben möchte, nimmt das Traghetto (Fährgondel über den Canal Grande) für gerade einmal 2 Euro pro Person.
Lohnt sich ein Mehrtagesticket für das Vaporetto?
Ja, absolut. Da Einzelfahrkarten für die Wasserbusse (ACTV) verhältnismäßig teuer sind, amortisiert sich ein 24-, 48- oder 72-Stunden-Ticket bereits ab drei Fahrten pro Tag – vor allem, wenn man Ausflüge nach Murano und Burano plant.
Ci vediamo & Ciao a tutti! ☕🇮🇹
Nach so vielen Kilometern zu Fuß über Venedigs Brücken und durch verwinkelte Gassen machen wir jetzt erst einmal eine Pause. Mario hat sich seinen Kaffee nach der ganzen Fototour redlich verdient – und wir brauchen jetzt definitiv erst einmal einen doppelten Espresso! ☕😄
Jetzt seid ihr an der Reihe: Welche Venedig Sehenswürdigkeiten haben euch am meisten verzaubert oder habt ihr noch eine Frage zu eurer Reiseplanung? Schreibt uns eure Gedanken und Tipps super gerne direkt unten in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit euch! 💬✨

