Ein neugieriger Gelbhaubenkakadu mit weißem Gefieder sitzt auf der geflochtenen Stuhllehne eines gemütlichen Cafés in Exmouth, Westaustralien.

Sie sind laut, sie sind bunt und sie haben im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich etwas auf dem Kasten: Kakadus sind die absoluten Charakterköpfe der australischen Tierwelt. Wer einmal einen Schwarm dieser intelligenten Vögel in freier Wildbahn erlebt hat, vergisst das so schnell nicht wieder – sie bieten einfach ein grandioses Feuerwerk an Unterhaltungswert! 😀

Da ihr unsere Steckbriefe zu Australiens Tierwelt so sehr liebt, stellen wir euch heute diese faszinierenden Tiere mit unserem Kakadu-Steckbrief vor. Dass diese gefiederten Kobolde unheimlich schlau sind und sogar komplexe Probleme lösen können, fasziniert Forscher weltweit.

Da ist eine schützende Serviette auf dem Kuchenteller im Café ein absolutes Kinderspiel gegen das, was die australische „Mülltonnen-Mafia“ oder die Werkzeug-Profis im Outback so draufhaben.

Wir mussten schon ganze Ausflüge umstrukturieren, weil wir zu lange bei den Kakadus blieben und die Zeit vergessen haben, sie sind einfach zu unterhaltsam. 😀

Natürlich gilt die goldene Regel, Wildtiere niemals zu füttern – aber Kakadus sind einfach so smart, dass sie ohnehin ganz von alleine Mittel und Wege finden, um an ihre begehrte Beute zu gelangen.

Aber wie viele Kakadu-Arten gibt es in Down Under eigentlich genau, wie alt werden sie in freier Wildbahn und was macht ihr Familienleben im Baumstamm so besonders?

In diesem umfassenden Kakadu-Steckbrief erfährst du alles über die faszinierenden Vögel – von harten wissenschaftlichen Fakten über alle 14 australischen Arten bis hin zu den erstaunlichsten Verhaltensgeheimnissen, die du garantiert noch nicht kanntest!

Ein neugieriger Gelbhaubenkakadu steht im grünen Gras in Westaustralien und blickt direkt in die Kamera, während im sonnendurchfluteten Hintergrund eine Gruppe weiterer weißer Kakadus rastet.

Inhalt

Der Kakadu-Steckbrief: Das Wichtigste auf einen Blick

MerkmalDetails
KlasseVögel (Aves)
OrdnungPapageien (Psittaciformes)
FamilieKakadus (Cacatuidae)
Anzahl der Arten14 Arten in Australien (von weltweit 21!)
GrößeJe nach Art zwischen 30 cm (Nacktaugenkakadu) und 65 cm (Rabenkakadu)
Gewicht300 bis über 1.000 Gramm
NahrungSamen, Nüsse, Beeren, Wurzeln und Insektenlarven
Besonderes MerkmalDie bewegliche Federhaube auf dem Kopf, die sich je nach Stimmung aufstellt.
LebenserwartungIn freier Wildbahn oft 20 bis 40 Jahre, in menschlicher Obhut sogar über 70 Jahre!

📸 Auszeitabenteuer-Insider: Das bedeutet bei der Langlebigkeit wahrscheinlich, dass uns bald jeder zweite Kakadu in Australien persönlich kennen wird – wir waren schließlich schon 9 Mal vor Ort! 😉 😀

Wir haben im Outback übrigens selbst die kleinen Galahs beobachtet, wie sie mit einem kleinen Stöckchen im Fuß mutig Purzelbäume geschlagen haben!

🤸‍♂️ Was aussieht wie eine eingeübte Zirkusnummer, ist pure Intelligenz: Kakadus spielen unheimlich gerne mit Gegenständen, um sich zu beschäftigen und ihr Gehirn fit zu halten.

Nehmt euch unbedingt Zeit und beobachtet sie, wann immer ihr die Möglichkeit habt, Kakadus zu sehen. Sie sind total goldig und absolut unterhaltsam! 😀

Zwei rosa-graue Rosakakadus stehen auf staubigem Naturboden in Kalbarri, Westaustralien, wobei einer der Vögel verspielt ein kleines Stöckchen im Schnabel hält.

Sind Kakadus biologisch gesehen Papageien?

Ja, sie bilden eine eigene Familie (Cacatuidae) innerhalb der Ordnung der Papageienvögel.

Was unterscheidet einen Kakadu von anderen Papageien?

Vor allem zwei Dinge: Kakadus haben immer eine aufstellbare Federhaube und ihnen fehlen bestimmte Farbstrukturen in den Federn (weshalb es keine knallgrünen oder rein blauen Kakadus gibt).

Haben Kakadus Ohren?

Ja, aber man sieht sie nicht. Sie liegen gut versteckt als kleine Löcher unter den dichten Federn an den Kopfseiten. Sie hören sogar extrem gut!

Warum stauben Kakadus so sehr, wenn sie sich schütteln?

Sie besitzen sogenannte Puderdaunen. Diese Spezialfedern zerfallen zu einem feinen Staub, den die Vögel zur wasserabweisenden Gefiederpflege nutzen.

Das Markenzeichen: Was die Haube verrät

Das absolut coolste Merkmal der Kakadus ist ihre Stimmungshaube. Die Federn auf dem Kopf funktionieren wie ein eingebautes Live-Emoji:

  • Liegt die Haube flach an, ist der Kakadu entspannt, zufrieden oder konzentriert.
  • Schießt die Haube blitzschnell nach oben und fächert sich auf, bedeutet das: „Achtung, ich bin total aufgeregt, habe Angst, bin überrascht oder will einem anderen Kakadu mächtig imponieren!“

Warum haben Kakadus eine Haube auf dem Kopf?

Sie ist ihr eingebautes Emoji! Sie zeigt anderen Vögeln, ob der Kakadu aufgeregt, erschrocken, wütend oder völlig entspannt ist.

Ein weiblicher Rotschwanz-Rabenkakadu mit aufgestellter Federhaube und gelb gepunktetem Gefieder steht auf dem laubbedeckten Boden in Queensland, Australien.

Die 4 großen Kakadu-Gruppen (und wo du sie findest)

Damit du den Überblick behältst, teilen wir die australischen Kakadus in die vier Gruppen auf, denen du auf einer Reise am ehesten begegnest – und von denen wir schon fantastische Aufnahmen machen durften:

Die weißen Kakadus / Sulphur-crested Cockatoo (Die Stadt-Gang)

Hierzu gehört der berühmte Gelbhaubenkakadu (Sulphur-crested Cockatoo). Sie leben oft in riesigen Schwärmen im Osten und Norden Australiens. Da sie extrem anpassungsfähig sind, gehören sie in Städten wie Sydney oder Melbourne zum Straßenbild wie bei uns die Tauben – nur dass sie viel lauter und frecher sind! Besonders in den grünen Stadtparks kannst du sie zahlreich antreffen.

Ein weißer Gelbhaubenkakadu mit stolz aufgestellter gelber Federnhaube steht im sonnenbeschienenen Gras zwischen Herbstblättern im Royal National Park für den Auszeit Abenteuer Kakadu-Steckbrief.

Die Rosakakadus / Galahs (Die Clowns des Outbacks)

Der absolute Star dieser Gruppe ist der Rosakakadu (Galah). Mit ihrer wunderschönen rosa Brust und dem grauen Rücken sind sie eine wahre Augenweide. Sie leben im trockenen Landesinneren und sind bekannt dafür, im Flug wilde Kunststücke zu machen und sich im Schwarm lautstark zu unterhalten.

Die Rosakakadus haben wir auf unseren Reisen gefühlt an jeder Ecke angetroffen. Und dieses Bauchgefühl trügt nicht: Der Galah hat mittlerweile fast den gesamten Kontinent erobert! Egal ob im tiefsten, trockenen Outback, an den schneeweißen Stränden der Westküste oder in den Stadtparks im Osten – sie sind extrem anpassungsfähig. Du findest sie oft auf Bäumen oder Rasenflächen.

Zwei farbenfrohe Rosakakadus mit leuchtend rosafarbenem Gefieder sitzen nebeneinander auf den Ästen eines Nadelbaums im sonnigen Denham in Westaustralien.

🗺️ Gibt es Rosakakadus (Galahs) wirklich in ganz Australien?

Wenn du deine Reise planst, wirst du dich vielleicht fragen, ob du die rosafarbenen Kobolde überall sehen kannst. Die Antwort ist ein klares Ja – mit einer ganz spannenden Ausnahme: Tasmanien!

Ursprünglich gab es auf Tasmanien nämlich überhaupt keine Rosakakadus. Sie sind dort erst im Laufe des 20. Jahrhunderts durch den Menschen eingewandert, weil durch die Landwirtschaft offene Flächen entstanden sind, die die Vögel lieben. Heute kann man sie zwar auch um Hobart oder im Norden der Insel sichten, aber sie sind dort bei Weitem nicht so allgegenwärtig wie auf dem australischen Festland.

Weil für die Schaf- und Rinderzucht im Outback unzählige Brunnen und Viehtränken gegraben wurden, haben die Menschen den Galahs paradiesische Zustände geschaffen.

Wenn am späten Nachmittag ein riesiger Schwarm von hunderten Rosakakadus gleichzeitig von einer Wasserstelle auffliegt und der ganze Himmel plötzlich in ein rosa-graues Meer getaucht wird – das ist ein absoluter Gänsehaut-Moment, den Mario und ich nie vergessen werden!

Eine Gruppe von rosa-grauen Galah-Kakadus drängt sich an einer kleinen Vogeltränke im sonnigen australischen Outback, während ein Vogel gerade mit weit ausgebreiteten Flügeln dazustoßen möchte.

✨ Tipp: In unserem Blogbeitrag zum Billabong Roadhouse kannst du sie in Aktion sehen und erfährst genau, wie unsere Begegnung mit ihnen ablief! 🙂

Eine Gruppe von rosafarbenen Galah-Kakadus sitzt verteilt auf den filigranen Ästen eines Eukalyptusbaums vor einem makellos blauen Himmel am Billabong Roadhouse in Westaustralien.

Die Nacktaugenkakadus / Little Corellas (Die lauten Outback-Schwärmer)

  • Aussehen: Ein kleinerer, fast komplett weißer Kakadu. Sein Name ist Programm: Er hat einen auffälligen, nackten, bläulichen Hautring um die Augen, eine ganz leicht rosa gefärbte Partie zwischen Auge und Schnabel und einen recht kurzen Schnabel.
  • Lebensraum: Er ist fast überall in Australien zu Hause, besonders häufig aber im trockenen Outback an Wasserstellen, in der Nähe von Farmen oder auf offenen Feldern.
  • Schutzstatus: Nicht gefährdet. Sie sind extrem anpassungsfähig und treten oft in riesigen, unglaublich lauten Schwärmen auf.
Zwei aufmerksame Nacktaugenkakadus sitzen zwischen den grünen Wedeln einer Palme in Exmouth, während ein Jungtier mit geöffnetem Schnabel ruft.

Die schwarzen Kakadus / Black Cockatoos (Die edlen Riesen der Wälder)

  • Aussehen: Majestätisch und fast komplett tiefschwarz. Je nach Art besitzen sie wunderschöne, auffällige rote oder gelbe Muster an den Schwanzfedern sowie einen mächtigen Schnabel.
  • Lebensraum: Vor allem in dichten Wäldern (wie den Eukalyptus- und Karri-Wäldern im Südwesten), aber auch in Küstengebieten und baumreichen Regionen Australiens.
  • Schutzstatus: Je nach Art unterschiedlich (einige Arten wie der Baudin- oder Carnaby-Rabenkakadu gelten als gefährdet). Sie ziehen meist in kleineren Familienverbänden oder Paaren durch die Kronen alter Bäume.
  • 🤫 Auszeit Abenteuer-Tipp: Wenn ihr in Queensland am Strand unterwegs seid, haltet unbedingt in den Bäumen direkt am Ufer Ausschau! Wir hatten das Glück, dass uns eine Gruppe beim Strandspaziergang direkt vor die Füße geflogen ist. Setzt euch einfach leise in den Sand – es ist ein echter Gänsehaut-Moment, ihren wehmütigen Rufen zu lauschen und ihnen dabei zuseht, wie sie seelenruhig ihren Lieblingsbaum leerfuttern. 🙂
Ein Paar schwarzer Rotschwanz-Rabenkakadus sitzt auf dem trockenen, laubbedeckten Boden in Queensland, während einer der Vögel geschickt eine Frucht mit Schnabel und Kralle verspeist.

Häufig gestellte Fragen und unsere Antworten

Wie viele Kakadu-Arten leben in Australien?

Es sind genau 14 Arten von weltweit insgesamt 21 Kakadu-Arten.

Welche Kakadu-Art in Australien hat eine rosa Brust?

Das ist der Rosakakadu (englisch: Galah).

Welcher ist der größte Kakadu Australiens?

Der Rotschwanz-Rabenkakadu (Red-tailed Black Cockatoo) oder der Palmkakadu – beide können bis zu 65 cm groß werden.

Warum sind manche Kakadus rosa und andere pechschwarz?

Das hat mit ihrer perfekten Anpassung zu tun. Die hellgrau-rosa gefärbten Galahs sind im offenen Outback trotz ihrer hellen Unterseite im Schwarm gut getarnt, während die tiefschwarzen Rabenkakadus in den schattigen Kronen dicker Eukalyptuswälder fast unsichtbar werden.

Wann ist die beste Uhrzeit, um Kakadus in Australien zu beobachten?

Frühmorgens kurz nach Sonnenaufgang und am späten Nachmittag vor Sonnenuntergang, wenn sie zu den Wasserstellen fliegen oder sich Futter suchen.

Was soll ich tun, wenn ein frecher Kakadu mein Essen klauen will?

Ruhe bewahren, Essen wegräumen, nicht panisch fuchteln und auf keinen Fall füttern, da sie sonst noch dreister werden.

Wo kann man Kakadus in Australien am besten fotografieren?

In Stadtparks wie den Royal Botanic Gardens in Sydney für Gelbhaubenkakadus, an öffentlichen Wasserstellen im Outback für Galahs oder an Küstenabschnitten für Rabenkakadus.

Warum kreischen Kakadus eigentlich abends oft so extrem laut?

Das ist ihr „Schlafplatz-Appell“. Bevor sie in den Baumkronen zur Ruhe kommen, tauschen sie sich im Schwarm lautstark aus und verhandeln die besten Schlafplätze.

Werden Kakadus in Australien eigentlich als Plage angesehen?

Bei Touristen geliebt, bei manchen Farmern und Stadtbewohnern gefürchtet: Durch ihre riesigen Schwärme und ihren Nagetrieb können Galahs oder Nacktaugenkakadus erhebliche Schäden an Ernten und Gebäuden anrichten.

Können wilde Kakadus schwimmen?

Nein, schwimmen können sie nicht. Sie nutzen nur flache Pfützen, Wasserschalen oder Rasensprenger für ein kühles Bad.

Exoten-Lexikon: Die selteneren Kakadu-Arten Australiens

Neben den oben genannten Stars gibt es in Down Under noch weitere, teils extrem seltene Arten. Da man sie nur mit sehr viel Glück vor die Kamera bekommt, haben wir sie hier für dich in der Übersicht zusammengefasst. Wir hoffen, dass wir bei unseren nächsten Australien-Reisen weitere Kakadu-Arten zu Gesicht bekommen und zeigen euch die Fotos natürlich dann hier in unserem Kakadu-Steckbrief. 🙂

Der Inkakakadu / Pink Cockatoo (Der Schöne): 

  • Hat ein zartrosa-weißes Gefieder und eine prachtvolle, große Haube.
  • Er liebt das trockene, heiße Outback und die trockensten Zonen im Landesinneren. 
  • Gut zu wissen: In älteren Reiseführern ist er oft noch als Major Mitchell’s Cockatoo bekannt. In Australien wurde er jedoch offiziell in Pink Cockatoo umbenannt, um koloniale Personennamen durch beschreibende Bezeichnungen zu ersetzen.
  • (Schutzstatus: Gefährdet)

Der Helmkakadu / Gang-gang Cockatoo (Der coole Bergbewohner):

  •  Ein schiefergrauer, eher kleinerer Kakadu. Das absolute Highlight: Die Männchen tragen eine knallrote, strubbelige Federhaube, die ein bisschen aussieht wie ein Punker-Irokese.
  • Er liebt die kühleren Bergwälder und dichten Eukalyptuswälder im Südosten Australiens.
  • (Schutzstatus: Gefährdet)

Der Palmkakadu / Palm Cockatoo (Der sanfte Riese des Regenwalds): 

  •  Der absolute Gigant! Er ist fast komplett tiefschwarz, hat eine riesige Federhaube und auffällige, nackte rote Wangen.
  • Er lebt ausschließlich in den tropischen Regenwäldern auf der Kap-York-Halbinsel im fernen Norden von Queensland.
  • (Schutzstatus: Bedroht)

Der Wühlerkakadu / Long-billed Corella (Der Tiefbau-Profi):

  •  Sieht dem Nacktaugenkakadu ähnlich, hat aber einen auffällig langen, schlanken Oberschnabel, mit dem er im Boden nach Wurzeln gräbt.
  • Er lebt hauptsächlich in den offenen Graslandschaften und Agrargebieten im Südosten Australiens.
  • (Schutzstatus: Nicht gefährdet)

Der Nasenkakadu / Western Corella (Der Westküsten-Spezialist):

  •  Ebenfalls weiß mit rötlichen Nuancen im Gesicht, unterscheidet sich vor allem durch seine Rufe.
  • Ein echter Spezialist im Südwesten von Western Australia.
  • (Schutzstatus: Abhängig von Schutzmaßnahmen)

Der Helm-Rabenkakadu / Glossy Black Cockatoo (Der Gourmet-Feinschmecker):

  • Der kleinste unter den schwarzen Kakadus. Er ist eher dunkelbraun-schwarz.
  • Man findet ihn in sehr verstreuten Gebieten im Osten Australiens und auf Kangaroo Island.
  • (Schutzstatus: Stark gefährdet)

Der Langschnabel-Rabenkakadu / Baudin’s Black Cockatoo (Der Ritter im Schuppenpanzer): 

  • Ein großer, dunkelbraun-schwarzer Kakadu mit hellen Federrändern.
  • Er lebt ausschließlich in den dichten Marri- und Jarrah-Eukalyptuswäldern im Südwesten von Western Australia.
  • (Schutzstatus: Vom Aussterben bedroht)

Carnabys Rabenkakadu / Short-billed Black Cockatoo (Der heimliche Zwilling): 

  • Er sieht Baudins Rabenkakadu zum Verwechseln ähnlich, hat ebenfalls weiße Wangenflecken, unterscheidet sich aber durch einen deutlich kürzeren und breiteren Schnabel.
  • Endemisch im Südwesten von Western Australia.
  • (Schutzstatus: Vom Aussterben bedroht)

Der Gelbohr-Rabenkakadu / Yellow-tailed Black Cockatoo (Der majestätische Segler):

  •  Ein majestätischer, großer, tiefschwarzer Kakadu. Sein absolutes Markenzeichen sind die leuchtend gelben Wangen-Flecken.
  • Er lebt in Wäldern und Buschregionen im Südosten Australiens.
  • (Schutzstatus: Regional im Rückgang)

Der Nymphensittich / Cockatiel (Der getarnte Mini-Kakadu):

  •  Der kleinste Kakadu der Welt! Viele halten ihn für einen normalen Sittich, aber er gehört biologisch fest zur Familie der Kakadus. Er besitzt die typische Haube und die unverkennbaren, leuchtend orange-roten Wangen-Punkte.
  • Sie ziehen in riesigen, nomadischen Schwärmen durchs trockene Outback.
  • (Schutzstatus: Nicht gefährdet)

🗺️ Wir haben leider noch keinen Nymphensittich in Australien gesehen und hoffen, bei unseren Touren durch das Outback oder im Northern Territory demnächst welche zu Gesicht zu bekommen. Natürlich zeigen wir euch dann Fotos hier auf dem Blog. 🙂

Hochbegabt: Die Forschung über Kakadu-Genies

🛠️ Die Werkzeug-Profis (Besser als jeder Heimwerker)

Kakadus nutzen ihre Schnäbel nicht nur zum Fressen, sondern als echtes Werkzeug.

Der Palmkakadu im Norden Australiens baut sich beispielsweise aus Stöcken und hohlen Baumstämmen ein eigenes Schlagzeug, um Weibchen anzulocken! Er trommelt im perfekten Rhythmus. Kakadus haben außerdem nachweislich ein echtes Rhythmusgefühl und fangen bei Musik automatisch an, im Takt zu tanzten. Ist das nicht unglaublich kreativ? 😀

🧠 Die Mülltonnen-Mafia von Sydney

Weil die Vögel so unglaublich intelligent sind, haben sie in australischen Großstädten gelernt, wie man schwere, geschlossene Mülltonnen öffnet, um an Futter zu kommen. Das Faszinierende: Sie schauen sich diesen Trick gegenseitig ab! Es ist eine der ganz wenigen Tierarten, bei denen Wissenschaftler eine echte „Kultur“ und Traditionen beim Werkzeuggebrauch beobachten können. Sehr zum Leidwesen der menschlichen Anwohner… 😀

Nicht zu verwechseln mit den berüchtigten ‚Bin Chickens‘ (den Ibissen), die eher die offenen Mülleimer plündern – die Kakadus sind die wahren Meisterdiebe, die selbst geschlossene Deckel austricksen!

Ein australischer Weißibis sucht mit seinem langen Schnabel auf einer grünen Rasenfläche nach Nahrung.

💡 Auszeitabenteuer-Insider: Das Sydney-Vogel-Trio

 Beide Arten kannst du übrigens mitten in Sydney live erleben – am besten im Royal Botanic Garden, der direkt an das weltberühmte Opernhaus grenzt.

Während du nach den lauten Gelbhaubenkakadus (Sulphur-crested Cockatoo) eher oben in den majestätischen Baumkronen Ausschau halten musst, spazieren die Ibisse (Australian White Ibis) überwiegend gemütlich und völlig furchtlos unten durchs Gras. Du erkennst sie sofort an ihrem weißen Federkleid, den langen Beinen und ihrem unverkennbaren, langen, pechschwarzen und gebogenen Schnabel.

Und halte die Augen offen: Mitten im selben Park raschelt auch immer wieder das Australische Buschhuhn (Australian Brush-turkey) durchs Unterholz – ein großer, dunkel gefiederter Vogel mit einem leuchtend roten Kopf und gelbem Halskragen, der dort seelenruhig seine riesigen Bruthügel baut. Ein echtes Wildlife-Paradies mitten in der Metropole!

Weitere Tipps zur Metropole findest du in unserem kompakten Sydney-Guide.

Wie intelligent sind sie und was fand die Forschung heraus?

Kakadus gehören neben Raben zu den intelligentesten Vögeln des Planeten. Legendär sind die Forschungen der Universität Wien an Gofinkakadus.

(Kleiner Auszeitabenteuer-Insider: Diese Mini-Kakadus leben wild eigentlich auf einer kleinen Inselgruppe in Indonesien. Aber da sie biologisch zur selben Familie gehören, verrät uns ihre Gehirnleistung unglaublich viel über die Genialität unserer australischen Outback-Ganoven!)

Die österreichischen Wissenschaftler fanden bei ihren Verhaltenstests Erstaunliches heraus:

  • Das Schlossknacker-Genie: Kakadus können komplexe, hintereinandergeschaltete Schlösser (mit Bolzen, Riegeln und Schrauben) ohne fremde Hilfe knacken, um an eine Nuss zu kommen.
  • Vorausdenken wie ein Handwerker: Sie wählen Werkzeuge im Voraus aus und kombinieren sie sogar. Die Vögel erkannten vorab, ob sie für eine Aufgabe ein langes oder ein kurzes Stöckchen brauchten, hoben es auf und trugen es gezielt zum Einsatzort. Einige bogen sich sogar eigenständig Drähte zurecht, um an Futter in engen Rohren zu gelangen. Genial, oder?
  • Kulturelles Lernen: Genau wie die „Mülltonnen-Mafia“ in Sydney schauen sich die Vögel diese komplexen Tricks im Labor gegenseitig ab. Wenn ein Kakadu den Dreh raus hat, lernen die anderen im Schwarm durch reines Zusehen.

💡 Neugierig auf die Wissenschaft dahinter? Alle Details und aktuellen Veröffentlichungen zu den Studien findest du direkt auf der offiziellen Projektseite der Vetmeduni Wien (Goffin Lab).

Nutzen Kakadus wirklich Werkzeuge?

Ja! Einige Arten brechen sich Stöckchen ab, um damit als „Trommelstock“ auf hohle Bäume zu schlagen, oder nutzen Holzsplitter als Hebel, um Nüsse zu knacken.

Drei weiße Nacktaugenkakadus mit blauen Augenringen suchen im warmen Sonnenlicht auf einem grünen Rasen in Exmouth, Westaustralien, friedlich nach Nahrung.

Können Kakadus wirklich sprechen?

Ja, aber sie sprechen nicht im Geiste wie wir, sondern sie ahmen Geräusche und Stimmen extrem gut nach, um in der Gruppe dazuzugehören.

Warum machen Kakadus so viel Quatsch und Purzelbäume?

Weil sie unheimlich schlau sind! Wenn ihnen langweilig ist, spielen sie mit Stöckchen oder turnen herum, genau wie wir auf dem Spielplatz. Mario und ich konnten das viele Male beobachten, es sieht unglaublich niedlich aus!

Einzigartiges Verhalten: Das „Geheimwissen“ über Kakadus

Warum sie keine Krallen, sondern „Hände“ haben

Im Gegensatz zu Adlern oder Falken nutzen Kakadus ihre Füße wie Hände. Sie können zwei Zehen nach vorne und zwei nach hinten klappen (Zygodaktylie). Dadurch können sie eine Nuss perfekt mit dem Fuß festhalten, sie zum Schnabel führen und sie dort mit der Zunge millimetergenau drehen, während der mächtige Schnabel die harte Schale knackt.

Ein rosa-grauer Rosakakadu sitzt im sonnendurchfluteten Geäst eines Baumes in Denham, Westaustralien, und knabbert aufmerksam an der Rinde eines Astes.

Sind Kakadus Links- oder Rechtshänder?

Die meisten Arten sind extreme Linkshänder! Sie greifen Futter oder Werkzeug fast ausschließlich mit dem linken Fuß.

Müssen Kakadus auch mal gähnen?

Ja! Wenn sie müde sind oder frischen Sauerstoff brauchen, gähnen sie ganz herzhaft – das sieht super niedlich aus. Das „Geheimwissen“ zeigt: Sie gähnen genau wie wir Menschen, wenn sie schläfrig werden.

Wie schlafen Kakadus am Baum, ohne herunterzufallen?

Ihre Füße haben einen automatischen Klammergriff. Wenn sie sich auf einen Ast setzen, schließt sich die Kralle von ganz alleine und hält im Schlaf bombenfest. Beim Schlafen wechseln sie außerdem die Füße: Sie ziehen einen Fuß komplett ins Gefieder hinein. Nach ein paar Stunden wird gewechselt, damit das Standbein nicht einschläft.

Sie nutzen „Kämme“

Wenn sich ein Kakadu am Kopf kratzt, nutzt er oft ein kleines Stöckchen oder ein Stück Rinde als verlängerten Kamm, um Stellen zu erreichen, an die er mit den Füßen nicht herankommt.

💧 Wie trinken Kakadus eigentlich?

Die meisten Vögel (wie Hühner oder Tauben) müssen den Schnabel ins Wasser tauchen, den Kopf nach hinten werfen und das Wasser die Kehle hinunterlaufen lassen. Kakadus (und fast alle Papageien) machen das völlig anders und viel eleganter:

Sie nutzen ihre dicke, muskulöse Zunge wie einen Löffel oder eine kleine Schöpfkelle. Sie tauchen den Unterschnabel ins Wasser, schöpfen das Wasser mit der Zunge blitzschnell nach hinten in den Rachen und schlucken es flüssig runter, ohne dabei den Kopf weit nach hinten werfen zu müssen.

Wenn sie an einem Wasserloch im Outback sitzen, sieht das aus wie ein extrem schnelles, rhythmisches „Auflecken“ des Wassers.

💍 Liebe fürs ganze Leben & Familienleben im Baumstamm

Erwachsene Kakadus sind absolute Romantiker. Haben sich ein Männchen und ein Weibchen erst einmal gefunden, bleiben sie ihr gesamtes Leben lang als Paar zusammen. Sie fliegen gemeinsam, verteidigen ihr Nest und putzen sich stundenlang gegenseitig das Gefieder. Wie zauberhaft ist das bitte? 🙂

Bleiben Kakadus ein Leben lang zusammen?

Ja, sie leben in strikter Monogamie. Hat sich ein Paar einmal gefunden, bleiben sie bis zum Tod eines Partners treu zusammen.

Zwei rosa-graue Rosakakadus sitzen eng zusammen in den Ästen eines Eukalyptusbaums in Kalbarri, während einer seine leuchtend pinke Federhaube aufstellt.

Können Kakadus weinen?

Tränen vor Traurigkeit vergießen sie nicht. Aber wenn sie einsam sind oder ihr Partner fehlt, können sie sehr traurig rufen und sich vor Kummer die Federn auszupfen.

Wo bauen Kakadus ihre Nester und womit?

Kakadus sind extrem anspruchsvolle Mieter. Sie bauen keine Nester aus Zweigen wie unsere Amseln, sondern nisten ausschließlich in natürlichen Baumhöhlen – am liebsten in uralten, riesigen Eukalyptusbäumen. Ausgepolstert wird die Höhle kaum: Das Weibchen zernagt lediglich ein wenig morsches Holz und Rinde direkt aus der Innenwand der Höhle, um eine weiche Unterlage zu schaffen.

Wie viele Eier legen sie und wie viele Junge sind im Gelege?

Je nach Art legen sie meistens 2 bis 3 weiße Eier (große Rabenkakadus oft sogar nur 1 Ei). Am Ende überlebt in freier Wildbahn meistens auch nur ein einziges Küken, da die Aufzucht extrem kräftezehrend ist.

Kümmern sich beide um die Aufzucht?

Ja, Kakadus sind absolute Vorzeigeeitern! Da sie ohnehin fest verpaart sind, teilen sie sich den Job auf. Bei vielen Arten (wie den Galahs oder Gelbhaubenkakadus) brütet das Weibchen nachts, während das Männchen tagsüber übernimmt. Nach dem Schlüpfen füttern beide Elternteile die Küken unermüdlich im Schichtbetrieb.

Wie groß ist ihr Territorium?

Sie haben kein festes Territorium im Sinne eines Reviers, das sie aggressiv verteidigen (außer die direkte Umgebung ihrer Bruthöhle). Da sie im Outback weite Strecken für Futter und Wasser zurücklegen müssen, ist ihr Aktionsradius riesig. Sie fliegen teilweise bis zu 50 Kilometer am Tag.

🍃 Speiseplan: Was kommt bei den Kobolden auf den Teller?

Was fressen und trinken sie?

Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Samen, Nüsse, Beeren, Knospen, Wurzeln und Früchte. Getrunken wird ausschließlich süßes Frischwasser – dafür fliegen sie morgens und abends gezielt Wasserlöcher (Waterholes) oder Viehtränken im Outback an.

Ein weiblicher Rotschwanz-Rabenkakadu mit gelb geflecktem Gefieder sitzt im trockenen Laub am Boden in Queensland und hält eine Samenkapsel im Schnabel.

Fressen Kakadus Fleisch oder Fisch?

Fisch gar nicht. Aber sie sind keine reinen Vegetarier: Manchmal graben sie im Holz oder Boden nach fetten Insektenlarven und Engerlingen, weil die lecker schmecken und während der Aufzucht der Jungen viel Eiweiß und Kraft geben.

Gibt es Unterschiede bei den Arten?

Gewaltige! Der Gelbhaubenkakadu ist ein Allesfresser, der sogar weggeworfene Pommes in Städten verdrückt. Der Helm-Rabenkakadu dagegen ist ein extremer Nahrungsspezialist: Er frisst fast ausschließlich die harten Samen von Kasuarinen-Bäumen. Wenn diese Bäume abgeholzt werden, verhungert er.

⚔️ Gefahr & Verhalten: Sind Kakadus gefährlich?

Sind sie gefährlich oder greifen sie Menschen an?

Nein, Kakadus sind für Menschen im Normalfall absolut nicht gefährlich und von Natur aus eher neugierig oder scheu. Sie greifen nicht grundlos an. Aber: Ein wilder Kakadu, der in die Enge getrieben, verletzt oder beim Brüten bedrängt wird, kann extrem schmerzhaft zubeißen.

Welche Beißkraft hat ein Kakadu-Schnabel?

Ein großer Rabenkakadu kann mühelos die steinharten Schalen von Macadamia-Nüssen knacken – dafür ist ein Druck nötig, der mit einer starken Beißzange vergleichbar ist. Die Beißkraft reicht aus, um einen menschlichen Finger bis auf den Knochen zu verletzen. Man sollte sie also immer mit Respekt behandeln!

Darf man Kakadus in Australien füttern?

Offiziell nein. Menschliche Nahrung macht sie krank, und das Füttern macht die Vögel aggressiv gegenüber Menschen, wenn sie mal nichts bekommen.

Wer frisst Kakadus? Die natürlichen Feinde

  • In der Luft: Große Greifvögel wie der Keilschwanzadler (Wedge-tailed Eagle) oder Wanderfalken jagen erwachsene Kakadus im Flug.
  • Am Boden & im Nest: Warane (große Echsen), Pythons und eingeschleppte Raubtiere wie Füchse und Wildkatzen lauern auf Eier, Küken oder schlafende Vögel.

🦺 Artenschutz: Was wird in Australien für die Tiere getan?

Welche Kakadu-Arten sind vom Aussterben bedroht?

Einige Arten (Galah, Gelbhaubenkakadu) boomen regelrecht. Doch viele der edlen schwarzen Rabenkakadus stehen am Abgrund. Der Langschnabel-Rabenkakadu im Westen ist beispielsweise vom Aussterben bedroht. Der Verlust von uralten Wäldern macht ihnen schwer zu schaffen.

Was wird in Australien für den Brutschutz getan?

Da es Jahrhunderte dauert, bis ein Eukalyptusbaum die passenden Höhlen bildet, herrscht akuter Wohnungsmangel. Offizielle Stellen (wie das Department of Biodiversity, Conservation and Attractions) hängen zusammen mit Forschungsprojekten tausende künstliche Nisthöhlen (sogenannte „Cockatubes“ aus robusten Kunststoffrohren) in den Wäldern auf. Diese werden von den Kakadus super angenommen!

Gibt es spezielle Rettungsstationen für Kakadus?

Es gibt riesige Organisationen wie WIRES in Australien, die zehntausende verletzte Wildtiere pro Jahr pflegen. Speziell für Kakadus gibt es Rettungsstationen wie das Kaarakin Black Cockatoo Conservation Centre in Western Australia. Dort werden verletzte Rabenkakadus medizinisch versorgt, in riesigen Flugvolieren trainiert und wieder ausgewildert.

Ein männlicher Rotschwanz-Rabenkakadu mit tiefschwarzem Gefieder und leuchtend orange-roten Schwanzfedern sitzt auf einem astreichen Baum in Queensland.

🏡 Kakadus im Zoo und Daheim: Eine gute Idee?

Kann man Kakadus in deutschen, österreichischen oder Schweizer Zoos sehen?

Ja, sehr viele! Große Zoos wie der Zoo Berlin, der Tiergarten Schönbrunn in Wien oder der Zoo Zürich halten verschiedene Kakadu-Arten (oft Gelbhaubenkakadus oder Rosakakadus) in modernen, großen Volieren, um auf die Bedrohung in freier Wildbahn aufmerksam zu machen und die Schutzprojekte im Outback zu unterstützen.

Kann man Kakadus artgerecht zu Hause als Haustier halten?

Theoretisch ja, praktisch ist es extrem schwer und absolut nicht zu empfehlen. Eine normale Käfighaltung ist Tierquälerei. Da sie extrem sozial sind, darf man sie zudem niemals alleine halten (nur paarweise!).

Stimmt es, dass Kakadus die Wohnung zerstören?

Ja! Ihr natürlicher Nagetrieb macht vor nichts halt. Sie machen viel Dreck und sind unglaublich laut. Ihr Warnschrei in freier Wildbahn kann eine Lautstärke von über 100 Dezibel erreichen – das ist so laut wie eine Kreissäge oder ein vorbeifahrender Lkw.

In geschlossenen Räumen bricht das Kreischen Trommelfelle. Sie nagen ausnahmslos alles ab – Möbel, Kabel, Türrahmen. Durch ihr Puderdaunen-Pflegesystem hinterlassen sie außerdem permanent eine feine Staubschicht im gesamten Raum.

Wie groß müsste der Raum für einen Kakadu sein?

Laut den strengen Tierschutzgesetzen (wie dem Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien) ist eine normale Käfighaltung absolute Tierquälerei.

Große Kakadus brauchen mindestens eine dauerhafte Außenvoliere von 6 Metern Länge oder ein eigenes, vogelsicheres Flugzimmer in der Wohnung.

Das Problem: Selbst das reicht für diese ausdauernden Flieger kaum aus. Zudem fordern sie extrem viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

Mario und ich können die private Haltung dieser anspruchsvollen Tiere absolut nicht empfehlen. Die Möglichkeit für einen wirklich artgerechten Freiflug ist in einer normalen Wohnung oder einem Standard-Garten einfach nicht gegeben. Zudem zerstören sie mit ihrem enormen Nagetrieb im Nu jeden Raum.

Noch viel schöner, magischer und unvergesslicher ist es aber, diese stolzen Vögel genau dort zu beobachten, wo sie hingehören: in freier Wildbahn. 🙂

Ein gelb gepunktetes Rotschwanz-Rabenkakadu-Weibchen sitzt auf dem mit Laub bedeckten Boden in Westaustralien und frisst aufmerksam eine Nuss, die es fest in seinen Krallen hält.

🍿 Zum Lachen: Skurrile Kakadu-Storys aus dem australischen Alltag

Der Papagei, der zu viel fluchte: Die Story von „Eric“ 🤬

In Australien wurde ein Gelbhaubenkakadu namens Eric berühmt, weil er den lokalen Tierschützern und Anwohnern den letzten Nerv raubte. Er hatte von seinen Vorbesitzern gelernt, wie man perfekt flucht. 😀

Als er ausbüxte und sich einer wilden Kakadu-Gang anschloss, passierte das Unfassbare: Er brachte den wilden Kakadus das Fluchen bei! 

Tagelang saß eine ganze Gang weißer Kakadus in den Bäumen einer Wohnsiedlung und schrie die vorbeigehenden Passanten mit den übelsten australischen Schimpfwörtern an.

Die Anwohner nahmen es mit Humor – typisch Australien eben! 😀

Diebesbande im Nobelhotel: Der Minibar-Plünderer 🍫

In den Luxus-Ressorts auf Hamilton Island (Queensland) gibt es eine ganz klare Regel: Lass niemals, wirklich NIEMALS, deine Balkontür offen! Die dortigen Gelbhaubenkakadus haben nämlich gelernt, wie man Schiebetüren öffnet. Sobald die Touristen am Pool liegen, bricht die Kakadu-Mafia ins Hotelzimmer ein, öffnet geschickt den Kühlschrank der Minibar und plündert gezielt die teuren Macadamia-Nüsse und Schokoriegel. Mario und ich haben das selbst schon auf Videos von anderen Reisenden gesehen – die Vögel sitzen dann seelenruhig auf dem Kingsize-Bett und mampfen die 10-Dollar-Snacks, während der Kakadu-Kumpel auf dem Balkon Schmiere steht!

Das „Anti-Kakadu-Wettrüsten“ an den Mülltonnen (Echt skurril!) 🗑️

Weil die Kakadus in Sydney (wie oben erwähnt) die Mülltonnen knacken, haben die Australier einen regelrechten Erfindergeist entwickelt.

Es gibt im Internet ganze Foren, die sich nur mit dem Thema „Wie überliste ich einen Kakadu?“ beschäftigen.

Die Menschen legen schwere Ziegelsteine auf die Deckel (die die Kakadus einfach runterschubsen), befestigen Gummiseile oder bringen spezielle Plastik-Schlösser an.

Das Skurrile: Die Wissenschaftler der Universität Sydney beobachten dieses Wettrüsten zwischen Mensch und Vogel seit Jahren.

Sobald die Menschen ein neues Schloss erfinden, dauert es meistens nur ein paar Wochen, bis der erste Kakadu im Viertel herausgefunden hat, wie man es knackt, und es dem restlichen Schwarm beibringt! 😀

Einfach herrlich! 😀

Warum man Kakadus in Australien einfach lieben muss (auch wenn sie Nerven kosten)

Das „Headbanger“-Phänomen: Die Heavy-Metal-Vögel 🎸

Hast du im Outback schon mal einen Kakadu gesehen, der kopfüber an einem Ast oder einer Stromleitung hängt und wild mit den Flügeln schlägt, während er laut kreischt? Das sieht völlig irre aus!

Australische Forscher haben herausgefunden: Die machen das oft einfach just for fun.

Kakadus haben als eine der ganz wenigen Tierarten der Erde ein echtes Rhythmusgefühl.

Wenn sie gut gelaunt sind, fangen sie an, synchron zu Musik oder Geräuschen mit dem Kopf zu nicken („Headbanging“).

Es gibt sogar Videos von zahmen Kakadus, die zu AC/DC perfekt den Takt halten. Die Vögel haben schlichtweg Humor und lieben es, sich wie Clowns aufzuführen.

Das solarbetriebene Internet-Sabotage-Team ⚡📡

Das hier ist eine echte Schreckensmeldung für die australische Regierung gewesen: Vor ein paar Jahren stellten Techniker fest, dass das sündhaft teure nationale Breitband-Internetnetz (NBN) im Outback plötzlich ständig ausfiel.

Die Ursache? Riesige Schwärme von Rosakakadus und Gelbhaubenkakadus!

Die Vögel hatten herausgefunden, dass das Plastik der dicken Kabel auf den Sendemasten der perfekte Kaugummi-Ersatz ist, um ihre Schnäbel zu schärfen. Sie knabberten reihenweise die Leitungen durch.

Die Regierung musste am Ende Millionen Dollar in die Hand nehmen, um die Kabel mit kakadusicherem Metall zu ummanteln. Kakadus gegen High-Tech – 1:0 für die Vögel!

Die „Dusch-Partys“ im Rasensprenger 💦

Wenn im heißen australischen Sommer in den Vorgärten von Perth oder Adelaide die automatischen Rasensprenger angehen, gibt es für die lokalen Kakadus kein Halten mehr.

Sie fliegen im Sturzflug in die Wasserfontänen, werfen sich auf den Rücken, strecken alle viere von sich und lassen sich den Bauch vollregnen.

Sie kreischen dabei vor Glück so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. 😀

Die „Synchron-Turner“ an den Windrädern 💨🔄

Im Outback sieht man ja überall diese typischen, alten australischen Windpumpen (Windmills) auf den Farmen, die das Wasser für die Viehtränken hochpumpen.

Für Rosakakadus sind diese rotierenden Räder der absolute Abenteuerspielplatz! Ganze Schwärme landen auf den Flügeln des Windrads, lassen sich im Kreis herumtragen und lassen im perfekten Moment – kurz bevor es ganz nach oben geht – los, um sich im Sturzflug fallen zu lassen.

Das ist wie ein kostenloser Riesenrad-Freizeitpark für Vögel. Die Farmer fluchen zwar manchmal, weil die Räder blockieren, aber den Galahs ist das völlig egal: Hauptsache Action! 😀

Der 100-jährige Bar-Kumpel: Die Legende von „Cocky Bennett“ 🦜🍺

Das ist eine der berühmtesten historischen Tiergeschichten Australiens: Ein Gelbhaubenkakadu namens Cocky Bennettlebte Anfang des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Pubs in New South Wales (unter anderem im Sea Breeze Hotel) und wurde stolze 119 Jahre alt!

In seinen späten Jahren hatte er leider fast alle Federn verloren und war völlig nackt bis auf ein paar Federchen am Kopf.

Das hielt ihn aber nicht auf: Er saß stolz auf der Bartheke, begrüßte die Stammgäste, trank gerne mal einen kleinen Schluck Bier aus den Gläsern.

Sein absoluter Lieblingssatz, den er jedem entgegenkrächzte, war: „If you can fly, fly high!“ (Wenn du fliegen kannst, flieg hoch!) oder „One more feather and I’ll fly!“ (Noch eine Feder mehr und ich fliege!).

Er war eine absolute Lokalberühmtheit.

Die „Skateboard-Gang“ aus dem Vorgarten 🛹

Kakadus sind unglaublich neugierig auf alles, was rollt. Australische Vorstadt-Kids kennen das Phänomen: Wenn man sein Skateboard, sein Dreirad oder die Inlineskates im Garten liegen lässt, dauert es nicht lange, bis die Kakadus landen.

Sie schubsen die Skateboards mit den Schnäbeln an, springen drauf, lassen sich ein paar Zentimeter rollen und kreischen vor Vergnügen.

Es gibt sogar Videos von Kakadus, die gelernt haben, Spielzeugautos mit dem Fuß anzuschieben, um damit durch die Küche zu flitzen.

🏜️ Lust auf mehr Down-Under-Abenteuer? Hier geht die Wildlife-Reise weiter!

Wir sagen ja immer ganz charmant: Wer das erste Mal nach Australien reist, startet meistens ganz klassisch in Sydney, erkundet New South Wales und bereist erst einmal die wunderschöne Ostküste. Das ist auch perfekt so!

Aber je erfahrener man als Traveller wird – und uns hat es mittlerweile schon 9 Mal nach Down Under gezogen –, desto magischer wird der Sog der Westküste.

Wer einmal die Einsamkeit um Perth, die atemberaubendsten, schneeweißen Strände von Western Australia und die grandiose Vielfalt der dortigen Nationalparks erlebt hat, verliert sein Herz endgültig an das ungezähmte Outback.

Unser ausführlicher Guide zu Westaustralien hilft dir bei deinen Routenplanungen und wir zeigen dir die besten Spots für deine Touren durch den Bundesstaat.

Egal, ob du Australien-Einsteiger oder schon echter Westküsten-Aktivist bist: Die frechen Kakadus in unserem Kakadu-Steckbrief sind erst der Anfang!

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💬 Jetzt bist du dran! 

Welchem dieser gefiederten Kobolde bist du auf deiner Australien-Reise schon begegnet?

Hat dir vielleicht sogar ein Gelbhaubenkakadu das Frühstück geklaut oder konntest du die seltenen Rabenkakadus beobachten? 😀

Schreib es uns unbedingt unten in die Kommentare – wir freuen uns auf deine Geschichte! 👇

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Schau dir entweder unsere Tour von Perth bis Exmouth 🚙 ✨an oder reise mit uns an die schönsten Strände Australiens von Perth bis Esperance. 🚐 ✨

Also, worauf wartest du eigentlich noch? Schnapp dir deinen Kaffee, plan die Route und buch den Flug! 🙂 ✈️🇦🇺

Schwarze Flip-Flops liegen im feinen Sand eines sonnigen australischen Strandes mit Blick auf das blaue Meer und grün bewachsene Hügel im Hintergrund.
Logo von Auszeit Abenteuer: Ein Koala, der sich an den großen Anfangsbuchstaben A klammert, daneben der Schriftzug Auszeit Abenteuer

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