Mal ehrlich: Habt ihr schon einmal einen Ort gesehen, der so unwirklich schön aussieht, dass man glaubt, man sei in einer Filmkulisse gelandet? 😲 Genau so ging es uns in Matera. 🇮🇹
💡 Matera auf einen Blick: Alles Wichtige für Schnell-Leser
- Region: Basilikata (nicht Apulien!), Süditalien
- Bekannt für: Die „Sassi“ (uralte, in den Fels gehauene Höhlenwohnungen), UNESCO-Weltkulturerbe seit 1993.
- Empfohlene Dauer: 1 bis 2 Nächte (abends ist es am magischsten!).
- Beste Reisezeit: Mai/Juni und September/Oktober (vermeidet den Hochsommer!).
- Geldbeutel: Ein Espresso im Stehen 1€, Eintritt Zisterne 3€ – Matera ist erstaunlich günstig für so ein Weltklasse-Ziel.
- Fitness-Faktor: Hoch! Bequeme Sneaker sind Pflicht, es geht fast nur über steile (und oft rutschige) Treppen.
Fun Fact: Wenn die Realität zur Hollywood-Kulisse wird 🎬
Wenn ihr das Gefühl habt, durch ein echtes Filmset zu laufen, dann trügt euch euer Instinkt nicht! Matera ist ein echter Hollywood-Star. Die uralten, verschachtelten Gassen waren schon Kulisse für einige echte Blockbuster.
James-Bond-Fans werden die Stadt vielleicht aus „Keine Zeit zu sterben“ (No Time to Die) wiedererkennen – erinnert ihr euch an die epische Motorrad-Verfolgungsjagd über die Steintreppen?
Auch Mel Gibsons „Die Passion Christi“ wurde hier gedreht, weil Matera dem antiken Jerusalem unfassbar ähnlich sieht.
Haltet also die Augen offen, vielleicht erkennt ihr beim Schlendern die eine oder andere Action-Ecke wieder!

Auf unserem großen Roadtrip durch Italien war dieser Stopp eigentlich „nur“ als eines von vielen Highlights geplant – aber was wir dann erlebt haben, hat uns beide (und unsere Kameras!) völlig umgehauen.
Gut zu wissen: Wenn ihr nach Matera googelt, landet ihr oft bei Apulien-Roadtrips. Streng genommen liegt die Felsenstadt aber gar nicht in Apulien (Puglia), sondern ist das Aushängeschild der oft unterschätzten Nachbarregion Basilikata!
Wie viel Zeit solltet ihr einplanen? Man kann die Highlights an einem Tag schaffen, aber wir empfehlen euch unbedingt 1 bis 2 Nächte zu bleiben. Erst wenn abends die Tagestouristen verschwinden und die tausenden kleinen Lichter in den Gassen angehen, entfaltet Matera seine wahre Magie.
Wenn ihr auf der Suche nach einem Ort mit unvergleichlichem Flair seid, den es so in Italien sicher kein zweites Mal gibt, dann müsst ihr hier hin! 👌

Wohnen mitten im Fels-Labyrinth
Wir hatten uns entschieden, nicht irgendwo außerhalb, sondern direkt mitten in der Stadt zu wohnen. Und das war die beste Entscheidung überhaupt! Unser Zimmer war zwar winzig – wirklich klein –, aber es hatte so viel Charme, dass uns die Größe absolut egal war.
Der wahre Luxus war ohnehin der Blick: Wir konnten direkt aus dem Fenster auf das Meer aus weißen Treppen, die alten Kirchtürme und die verschachtelten Steindächer schauen. Morgens mit diesem Ausblick aufzuwachen, während die Stadt langsam golden leuchtet … Gänsehautmoment!
Unser Wecker war an diesem Morgen kein Handyklingeln, sondern das sanfte Schlagen der Kirchenglocken. Als wir das Fenster öffneten, fiel uns fast die Kinnlade herunter: Das weiße Matera strahlte uns bei bestem Wetter förmlich entgegen.


Unser Hoteltipp: Ein winziges Zimmer mit atemberaubender Aussicht 🏨
Falls ihr euch fragt, wo genau wir diesen Ausblick hatten: Wir waren im Hotel Sassi.
Es liegt direkt unterhalb der Kathedrale und ist teilweise wirklich in den Fels gebaut. Unser Zimmer war zwar klein (es gibt dort ganz unterschiedliche Kategorien, auch größere Suiten!), aber für uns war es perfekt.
Das Beste: Man frühstückt auf einer Terrasse mit Panorama-Blick über den Sasso Barisano. Klein, aber oho – und die Lage war für uns unschlagbar.
Beim Frühstück ging das Staunen weiter. Es gab unglaublich leckere lokale Spezialitäten und traumhaften Kaffee. Wir schätzen Italien besonders dafür, dass hier so viel Wert auf Genuss gelegt wird. Egal ob im Restaurant oder im kleinen Imbiss – die Qualität der Produkte ist oft um Längen besser als zu Hause.

☕ Unser Italien-Moment:
Apropos Kaffee: Wusstest du, dass die Italiener ihren Espresso („Caffè“) traditionell im Stehen an der Theke trinken? Das ist nicht nur geselliger, sondern schont auch den Geldbeutel: Oft kostet der Espresso „al banco“ immer noch nur glatte 1,00 Euro!
Unser „Treppen-Workout“ & die beste Reisezeit
Matera ist wunderschön, aber auch steil. Die Stadt besteht gefühlt nur aus Stufen, die sich die Hänge hinauf- und hinunterwinden. Und hier kommt unser wichtigster Tipp an euch: Der Reisezeitraum ist alles.
Wir waren im Oktober dort und es war herrlich. Die Temperaturen waren angenehm mild, es war ruhig, und wir konnten die unzähligen Stufen relativ mühelos erklimmen. Wir haben es so genossen, uns einfach durch die Gassen treiben zu lassen, ohne Schnappatmung zu bekommen 😀
Ganz ehrlich: Im Hochsommer möchte ich hier nicht sein. Der Stein speichert die Hitze extrem, und wenn die Sonne auf die weißen Stufen knallt, wird jeder Spaziergang zur schweißtreibenden Tortur. Dazu kommen im Sommer oft die Touristenmassen.
Wenn ihr es also entspannt mögt und nicht bei 40 Grad Treppen steigen wollt, legt euren Besuch unbedingt in die Nebensaison!

🚗 So kommst du nach Matera (und warum der Zug eine super Idee ist)
Wie kommt man eigentlich in eine Stadt, die gefühlt am Rande der Schlucht klebt? Ganz einfach:
- Mit dem Mietwagen: Die meisten kombinieren Matera mit einem Roadtrip durch Apulien. Von Bari fahrt ihr knapp 1 Stunde, von Brindisi gut 1,5 Stunden. (Lies dazu unbedingt unsere Park-Tipps weiter unten!)
- Flugzeug & Zug (Der Geheimtipp): Der nächste Flughafen ist Bari (BRI). Von dort müsst ihr euch nicht zwingend ein Auto nehmen! Es gibt eine private Schmalspurbahn namens Ferrovie Appulo Lucane (FAL), die dich vom Hauptbahnhof Bari in ca. 1,5 Stunden direkt nach Matera bringt. Achtung: Sonntags fahren diese Züge nicht, dann müsst ihr auf Busse ausweichen!
📍 So holst du das Beste aus deiner Zeit raus (Routenvorschläge)
Der perfekte 1-Tages-Plan (Die „Matera in a Nutshell“ Route):
- Vormittags: Start auf der Piazza Vittorio Veneto, genieße den ersten „Wow“-Blick und steige hinab in die riesige Zisterne Palombaro Lungo.
- Mittags: Hol dir eine ofenfrische Puccia bei Il Rusticone auf die Hand und schlendere durch den Sasso Barisanohoch zur Kathedrale (Duomo).
- Nachmittags: Wechsel in den raueren Sasso Caveoso. Besichtige eine Casa Grotta (Höhlenwohnung) und die Felsenkirche Santa Maria de Idris.
- Sonnenuntergang: Ab zum Aussichtspunkt Belvedere Murgia Timone (auf der anderen Seite der Schlucht) für das leuchtende Postkartenmotiv!
Der 2-Tage-Plan (Für Entdecker & Abenteurer):
- Tag 1: Wie oben beschrieben.
- Tag 2: Jetzt wird gewandert! Steigt hinab in die Gravina-Schlucht und überquert die Ponte Tibetano (eine kleine Hängebrücke, siehe Geheimtipps). Erkundet danach die unberührten Höhlen auf der Murgia-Hochebene gegenüber der Stadt. Nachmittags? Zeit für zeitgenössische Kunst im MUSMA – einem Museum für moderne Skulpturen, das komplett in die Höhlen gebaut wurde!
Ein Paradies für Fotografen 📷
Für uns als Fotografie-Liebhaber war Matera der absolute Wahnsinn. Hinter jeder Ecke, nach jeder Treppenstufe wartet ein neuer, perfekter Winkel. Das Lichtspiel auf den hellen Steinen, der Kontrast zum blauen Himmel und diese uralte, fast biblische Szenerie machen es fast unmöglich, ein schlechtes Foto zu schießen.


Die schönsten Highlights in Matera (locker an einem Tag machbar!)
Damit ihr euch im Gassengewirr nicht verliert, haben wir euch hier unsere absoluten Lieblingsorte zusammengestellt. Diese Runde schafft ihr entspannt an einem Tag, ohne dabei in Stress zu geraten:
Der Start auf der Piazza Vittorio Veneto
Am besten beginnt ihr euren Rundgang auf diesem zentralen Platz. Hier versteckt sich unter der Erde ein echtes Wunderwerk: der Palombaro Lungo. Das ist eine gigantische Wasserzisterne, die fast wie eine unterirdische Kathedrale wirkt. Da wir bei unserem Besuch leider Pech hatten und vor verschlossenen Türen standen, hier ein wichtiger Tipp für euch: Checkt unbedingt vorher die Öffnungszeiten!
Die Zisterne kann täglich in geführten Touren (ca. 25 Minuten) besichtigt werden. Der Eintritt kostet schlappe 3,00 Euro.
Aktuelle Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 13:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr.
Alle Infos findet ihr auf der offiziellen Website des Palombaro Lungo (unbezahlte Empfehlung).
Der erste „Wow“-Blick
Direkt am Platz findet ihr den Aussichtspunkt Belvedere Luigi Guerricchio. Von hier aus habt ihr das erste Mal dieses irre Panorama über das Steinmeer der Sassi. Haltet die Kamera bereit!

Hoch hinaus zur Kathedrale (Duomo)
Der Weg hinauf lohnt sich nicht nur für die Kirche selbst, sondern vor allem für die Aussicht. Vom Vorplatz aus liegt euch der Stadtteil Sasso Barisano quasi zu Füßen.


Zeitreise in der Casa Grotta
Um wirklich zu fühlen, wie hart das Leben hier früher war, müsst ihr unbedingt in eine der Museums-Wohnungen gehen (z.B. Casa Grotta di Vico Solitario). Es ist schon krass zu sehen, wie sich hier früher Familien und Esel den engen Wohnraum geteilt haben.
Da die Casa Grotta di Vico Solitario bei unserem Besuch leider geschlossen war, hier ein kleiner Tipp für euch: Auf GetYourGuide findet ihr richtig tolle Matera-Touren, bei denen der Besuch einer traditionellen Felsenwohnung oft schon inklusive ist.
Wenn ihr eine Tour mitmacht, erzählt uns gerne, wie es euch gefallen hat!
Hier geht’s zu GetYourGuide. *(unbezahlte Werbung)
Die Felsenkirche Santa Maria de Idris
Mitten im wilderen Stadtteil Sasso Caveoso ragt dieser riesige Felsbrocken auf. Er sieht nicht nur von außen spektakulär aus, sondern beherbergt im Inneren auch wunderschöne alte Fresken.

Das perfekte Postkarten-Foto Zum Abschluss (am besten zum Sonnenuntergang!) solltet ihr den Blick auf die Stadt genießen. Der Aussichtspunkt Belvedere Murgia Timone liegt genau auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht. Ihr könnt hinwandern oder bequem außen herumfahren – der Blick auf das leuchtende Matera ist von hier aus einfach magisch.


Vom Armenhaus zum Weltkulturerbe:
Die krasse Geschichte Materas Wenn ihr heute durch diese wunderschöne, aufpolierte Stadt lauft, ist es fast unmöglich zu glauben: Noch in den 1950er Jahren galt Matera als die „Schande Italiens“ (la vergogna d’Italia). Die Menschen lebten hier in den Höhlen der Sassi unter unvorstellbaren, extrem ärmlichen Bedingungen – ohne Strom, ohne fließend Wasser und oft Wand an Wand mit Eseln und Hühnern.

Die Not war so groß, dass die italienische Regierung die Bewohner damals rigoros zwangsumsiedeln ließ. Erst Jahrzehnte später wurden die Sassi gerettet und restauriert. Dass dieser ehemalige „Slum“ heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und 2019 sogar Kulturhauptstadt Europas war, gibt dem Ganzen eine Gänsehaut-Note. Man läuft hier buchstäblich durch ein auferstandenes Wunder!
Praktische Tipps: Parken, Essen & Hoteltipp
Anreise mit dem Auto: Wo wir unser Auto sicher geparkt haben
Wenn ihr wie wir mit dem Mietwagen unterwegs seid, gibt es in Matera eine goldene Regel: Versucht bloß nicht, direkt in die alte Felsenstadt (Sassi) reinzufahren! Das ist nämlich fast alles verkehrsberuhigte Zone (ZTL) und kann richtig teuer werden – und glaubt uns, in den engen Gassen wollt ihr auch gar nicht rangieren. 🏎️
Wir haben unser Auto lieber entspannt in der „Oberstadt“ abgestellt. Von dort aus ist es meistens gar nicht weit zu Fuß. Hier sind drei gute Optionen, je nachdem, was euch wichtig ist:
- Der Entspannte (24h geöffnet):
Das Parkhaus „Parking Via Saragat“ ist riesig und rund um die Uhr offen. Es liegt zwar etwas außerhalb, aber dafür steht man hier stressfrei. Man kann von dort entweder gemütlich in ca. 20 Minuten ins Zentrum spazieren oder einfach den Shuttlebus nehmen. - Der Zentrale (bewacht):
Wenn ihr nicht so weit laufen wollt, können wir euch das „Parcheggio Nicoletti“ empfehlen. Das ist ein bewachter Parkplatz, der super zentral liegt. Das Praktische: Die Betreiber arbeiten oft mit den Hotels unten in den Sassi zusammen und organisieren manchmal sogar den Transfer. - Unser Spar-Tipp an der Straße:
Rund um das Castello Tramontano (in der Via Lanera) gibt es oft Parkplätze direkt an der Straße (achtet auf die blauen Linien, die kosten etwas). Von dort aus seid ihr in wenigen Minuten zu Fuß mitten im Geschehen, ohne teure Parkhaus-Gebühren.
🧳 Unser wichtigster Tipp fürs Gepäck:
Da man in Matera wirklich viel Treppen steigen muss, ruft am besten kurz vor der Ankunft bei eurem Hotel an. Viele Unterkünfte bieten nämlich einen genialen Service und holen eure Koffer mit kleinen Ape-Taxis ab. Tut euch den Gefallen und nutzt das – Koffer über das uralte Kopfsteinpflaster zu schleppen, ist nämlich echt kein Spaß bei der Hitze! 😀
🎒Unser Pro-Tipp: Packt am besten leicht! Wir reisen innerhalb Europas fast nur mit Handgepäck – das macht das Leben in Städten wie Matera so viel einfacher.

Unsere Überlebens-Tipps für die Treppenstadt Da wir beim Thema Stufen und Laufen sind, haben wir noch drei schnelle, aber enorm wichtige Tipps für euch:
- Das richtige Schuhwerk: Lasst die schicken Sandalen oder gar hohe Schuhe im Koffer! Die alten, glattpolierten Steine in den Gassen sind wunderschön, aber teilweise spiegelglatt. Zieht unbedingt bequeme, rutschfeste Sneaker an, sonst wird der Spaziergang zur Rutschpartie.
- Achtung, Barrierefreiheit: So sehr wir Matera lieben, wir wollen ganz ehrlich zu euch sein: Die Stadt ist für Kinderwagen, Rollstühle oder Menschen mit Gehbehinderung leider extrem ungeeignet. Es geht wirklich permanent und teilweise steil bergauf und bergab.
- Trinken, trinken, trinken: Treppensteigen macht durstig! Packt euch am besten eine wiederverwendbare Wasserflasche in den Tagesrucksack. Wie fast überall in Italien gibt es auch in Matera öffentliche Trinkbrunnen, an denen ihr immer wieder frisches, eiskaltes Wasser kostenlos nachfüllen könnt.
🚽 Wo gibt es in Matera öffentliche Toiletten?
Da Matera aus einem Labyrinth von Stufen besteht, in das man sich schnell verläuft, ist die Toiletten-Frage gar nicht so unwichtig!
Es gibt in der Stadt offizielle „Bagni Pubblici“ (öffentliche Toiletten), zum Beispiel an der Piazza Vittorio Veneto oder in der Via Madonna delle Virtù.
Tipp:
Packt euch unbedingt ein paar 50-Cent oder 1-Euro-Münzen ein. Der Eintritt kostet meistens 0,50 € und Wechselgeld-Automaten gibt es nicht.
Ansonsten gilt die italienische Regel: Einen Espresso an der Bar trinken und dann höflich nach der Toilette fragen!
Unsere Restaurant- & Café-Tipps für Matera 🍕🍝☕

Essen in Matera ist eigentlich ganz einfach: Es schmeckt fast überall fantastisch! Trotzdem haben wir ein paar Favoriten gefunden, die wir euch ans Herz legen wollen – von „schnell auf die Hand“ bis zum romantischen Dinner in der Höhle:
- Der beste Snack („Puccia“): 🥙
Wenn ihr mittags Hunger habt, müsst ihr unbedingt zu „Il Rusticone“. Hier gibt es die berühmten Pucce (riesige, gefüllte Teigfladen-Sandwiches). Unser Favorit: Die Variante mit Peperoni Cruschi und Caciocavallo-Käse. Super lecker, günstig und perfekt, um es draußen auf den Stufen zu essen! - Kaffee & Aussicht („Zipa Café“): ☕
Das „Zipa Café“ ist der Spot für einen Aperitif oder Kaffee am Nachmittag. Es ist halb in den Fels gehauen und hat eine kleine Terrasse mit Blick auf die Schlucht. Die Atmosphäre hier ist mega entspannt, und die Cocktails sind auch nicht übel! 😉 - Romantisch Essen in einer Höhle: 🕯️
Wolltet ihr schon immer mal in einer Grotte zu Abend essen? Dann reserviert euch einen Tisch im „Trattoria del Caveoso“. Das Restaurant ist direkt in den Fels gebaut, urgemütlich und serviert klassische Gerichte wie Orecchiette oder Cavatelli.

- Authentisch & Käse-Liebe: 🧀
Ein kleiner Geheimtipp ist „Il Fiore del Latte“. Das ist eigentlich eine Käserei, die aber auch fantastische Platten mit Burrata, Schinken und Mozzarella serviert. Perfekt für ein leichtes Mittagessen mit einem Glas Wein. - Für den süßen Zahn:🍦
Kein Italien-Trip ohne Eis! Das vielleicht beste Gelato (und super Frühstück!) haben wir in der „Beatrice Caffetteria“ gefunden.
Unser Tipp: Abends solltet ihr in Matera unbedingt reservieren! Die guten Restaurants (besonders die in den Höhlen) sind oft klein und schnell ausgebucht.
🤫 Unsere 2 absoluten Matera-Geheimtipps
1. Adrenalin auf der Ponte Tibetano della Gravina (Hängebrücke) Habt ihr Lust auf ein kleines Abenteuer? Wenn ihr vom Sasso Caveoso hinab in die Schlucht wandert, wartet dort eine waschechte Hängebrücke auf euch! Sie schwankt leicht, ist extrem fotogen und verbindet die Stadt mit der rauen Natur der Murgia-Hochebene auf der anderen Seite. Der Weg ist steil, aber das Erlebnis ist grandios!
2. Die „Sixtinische Kapelle“ der Höhlen: La Cripta del Peccato Originale Dieser Ort liegt etwa 14 Kilometer südlich von Matera in den Weinbergen und ist ein echter Insider. Es handelt sich um eine Höhlenkirche, die erst 1963 wiederentdeckt wurde und unfassbare, 1.200 Jahre alte Fresken beherbergt. Man nennt sie ehrfürchtig die „Sixtinische Kapelle der Felsenkunst“. Wichtig: Ihr müsst Tickets unbedingt Wochen im Voraus online reservieren, da täglich nur sehr wenige Menschen hineindürfen!
Häufig gestellte Fragen zu Matera (FAQ)
Nein. Auch wenn es fast alle bei ihrem Apulien-Roadtrip besuchen, liegt Matera in der Region Basilikata.
Weil die Menschen hier bis in die 1950er Jahre in den Höhlen (Sassi) ohne Strom und fließend Wasser unter extremer Armut zusammen mit ihren Tieren lebten. Malaria und Kindersterblichkeit waren erschreckend hoch.
Absolut nicht! Die Sassi sind eine ZTL (Zone mit Verkehrsbeschränkung). Parkt in der Neustadt und lauft oder nehmt einen Shuttle.
Die legendäre Motorrad-Sprung-Szene wurde am Piazza Duomo gefilmt. Die Verfolgungsjagden gingen durch die Via Madonna delle Virtù und die Via D’Addozio. Auch der Friedhof, der im Film zu sehen ist, wurde eigens für den Film vor der Stadt aufgebaut (und danach wieder abgebaut).
Nein, Matera gilt als sehr sicher. Die größte Gefahr besteht eigentlich nur darin, auf den glattpolierten Steinstufen auszurutschen.
Eine der häufigsten Fragen, und die gute Nachricht vorweg: Nein, Matera ist im Vergleich zum Norden Italiens (wie Venedig oder Mailand) erstaunlich erschwinglich! Trotz des UNESCO-Status und dem James-Bond-Hype sind die Preise für Essen und Trinken sehr fair geblieben. Einen klassischen Espresso an der Bar bekommst du oft noch für 1,00 bis 1,50 Euro, ein leckeres Stück Focaccia oder eine „Puccia“ auf die Hand kostet meist unter 5 Euro. Ein Abendessen in einer Trattoria ist absolut bezahlbar. Aber Achtung: Richtig teuer kann in Matera das Übernachten werden, wenn du dir den Luxus gönnst, in einem der hochwertig restaurierten Höhlen-Hotels (oft mit eigenem Spa im Fels) zu schlafen. Hier sind nach oben kaum Grenzen gesetzt.
Wenn du uns fragst: Frühling (Mai/Juni) oder Herbst (September/Oktober)! Matera ist eine Stadt aus Stein – und Stein speichert Hitze. Im Hochsommer (Juli und August) klettern die Temperaturen hier gerne weit über die 35-Grad-Marke. Da du in Matera fast nur zu Fuß über hunderte von Treppenstufen unterwegs bist, wird Sightseeing im Sommer schnell zur echten Qual. Im Frühling und Herbst ist das Licht zum Fotografieren ohnehin viel schöner und du teilst dir die Gassen mit deutlich weniger Touristen!
Matera hat eine unglaublich lebendige Kultur. Wenn du deinen Trip flexibel planen kannst, solltest du diese Events auf dem Schirm haben:
- Das absolute Highlight: Festa della Bruna (Jedes Jahr am 2. Juli) Das ist der Tag im Jahr für die Einheimischen! Das Fest zu Ehren der Schutzpatronin Madonna della Bruna ist einfach verrückt. Es beginnt schon um 5:00 Uhr morgens mit der „Prozession der Hirten“. Das Highlight am späten Abend: Ein prunkvoller Wagen aus Pappmaché, der monatelang in Handarbeit gebaut wurde, wird von der feiernden Menge auf der Piazza Vittorio Veneto in Sekundenschnelle komplett in Stücke gerissen! Jeder will ein Stück als Glücksbringer ergattern. Ein echtes Spektakel!
- Presepe Vivente (Dezember/Januar) In der Vorweihnachtszeit verwandeln sich die Sassi in eine riesige, lebende Krippe (Presepe Vivente). Da die Stadt ohnehin aussieht wie das antike Jerusalem, ist die Kulisse mit hunderten Laiendarstellern, Fackeln und Tieren absolut magisch.
Ja! Für das echte, wuselige Italien-Gefühl solltest du morgens (außer sonntags) den Mercato Storico di Matera Centrale(in der Via Ascanio Persio) besuchen. Hier kaufen die Nonnas ihr frisches Obst, Gemüse und Käse ein. Authentischer geht es kaum!
Einen riesigen, klassischen Flohmarkt wie in Großstädten gibt es in den engen Sassi nicht. Aber: In den kleinen Gassen findest du unzählige Kunsthandwerker. Halte unbedingt Ausschau nach den traditionellen Cuccù – das sind bunte, handgemachte Pfeifen aus Terrakotta in Hühnerform. Ein klassisches Symbol für Matera!
Oh ja, und das ist ein Muss für Foodies! In Süditalien dreht sich alles um Orecchiette (Öhrchennudeln), Cavatelli und Ferricelli. Wenn du frische Pasta kaufen und oft auch sehen möchtest, wie sie gemacht wird, halte in der Stadt Ausschau nach einem sogenannten „Pastificio“ (Pasta-Manufaktur). Ein toller Tipp ist es, sich vorab über Portale wie GetYourGuide oder Airbnb Entdeckungen in einen kleinen Pasta-Kochkurs bei einer einheimischen „Nonna“einzubuchen. Dort lernst du nicht nur, wie man den Teig perfekt über ein Holzbrett rollt, sondern isst die Nudeln danach auch direkt in einer Höhle auf!
Unser Fazit zu Matera ✨
Matera hat uns mit einem Flair verzaubert, das wir so noch nirgends in Italien erlebt haben. Es ist rau, authentisch und bildschön zugleich. Wer gerne fotografiert und gut zu Fuß ist, wird diesen Ort lieben – am besten aber im Frühling oder Herbst!

Der perfekte Roadtrip-Stopp (Alberobello & Matera) 🏎️💨
Wir haben schon mehrere Roadtrips durch Italien gemacht, und die märchenhaften Trulli-Häuser von Alberobello waren dabei eines unserer absoluten Highlights. Matera lässt sich damit perfekt kombinieren, denn die beiden Orte liegen nur etwa eine Autostunde auseinander! Während Alberobello mit seinen weißen Zipfelmützen-Dächern fast niedlich wirkt, ist Matera pure, archaische Felsgewalt. Mehr zu den Trulli-Dörfern verraten wir euch bald in einem eigenen Beitrag.

Lust auf noch mehr Italien-Bilder? 🇮🇹
Ihr sucht nach noch mehr Orten in Italien, die eure Speicherkarte zum Glühen bringen? Während Matera in Beigetönen und hartem Schatten leuchtet, bietet Venedig diese magischen Spiegelungen im Wasser.
Hier seht ihr unsere liebsten Fotospots aus der Lagunenstadt.
Da wir immer wieder in Italien sind, erweitern wir stetig diese Kategorie.
Ciao tutti! 🇮🇹


