Rote Sandpiste mit Reifenspuren im Francois Peron Nationalpark, Westaustralien, die sich schnurgerade durch weites, flaches Buschland bis zum Horizont unter einem blauen Himmel erstreckt.

Der Francois Peron Nationalpark liegt ca. 800 km nördlich von Perth im Shark Bay UNESCO-Weltnaturerbe und war eines der absoluten Highlights auf unserer Reise durch Westaustralien. Roter Sand trifft hier auf leuchtend türkisblaues Wasser – ein Kontrast, der fast surreal wirkt!

Tipp für deine Reiseplanung: Planst du gerade deine Route durch Westaustralien? Dann schau dir unbedingt unseren umfassenden Pillar-Beitrag an: Hier klicken: 3 Wochen Roadtrip von Perth bis Exmouth – Die perfekte Route. Dort findest du unsere komplette Reiseroute inklusive aller Stopps und Übernachtungen!

Denham als euer perfektes Basecamp

Der nächstgelegene Ort zum Nationalpark ist Denham. Da es im Francois Peron Nationalpark selbst nur einfache, naturnahe Campingplätze gibt und das komplette Areal nur mit einem Allradfahrzeug (4×4) befahrbar ist, fanden wir Denham als Ausgangspunkt ideal. Hier gibt es die höchste Zahl an Unterkünften.

Wenn ihr euer Basecamp in Denham aufschlagt, seid ihr nicht nur direkt am Nationalpark, sondern könnt von dort aus auch ideal die anderen Highlights der Shark Bay erkunden:

  • Monkey Mia: Delfine, Emus und Pelikane direkt am Strand.
  • Shell Beach: Ein Strand aus schneeweißen Herzmuscheln mit Wasser, das perfekt zum Baden ist.

Nähere Infos zu Denham und unserer Unterkunft findet ihr in unserem Blogbeitrag zu den Shark Bay Highlights.

Vorbereitung im Visitor Center

Bevor es in den Sand geht, solltet ihr euch im Visitor Center in Denham informieren. Dort erfahrt ihr:

  • Ob euer Fahrzeug für die aktuellen Bedingungen im Francois Peron Nationalpark geeignet ist.
  • Tagesaktuelle Infos zu Wetterbedingungen und dem Zustand der Strecke.
  • Hilfreiche Tipps von den Mitarbeitern vor Ort.
Mario von Auszeit Abenteuer steht im Francois Peron Nationalpark auf einer roten Sandpiste neben Informationstafeln, die dazu auffordern, den Reifendruck zu senken. Er hält einen Druckluftschlauch in der Hand und zeigt mit dem Daumen nach oben. Rechts daneben parkt ein silberner Geländewagen im tiefroten, mit Reifenspuren durchzogenen Sand. Im Hintergrund sind flaches Buschland und ein blauer Himmel zu sehen.

Unsere Tour zur Big Lagoon

Die goldene Regel vor der Einfahrt in den Park: Ihr müsst den Reifendruck ablassen! Vergesst nicht, ihn an der Station am Ende eurer Fahrt wieder zu erhöhen und auf den normalen Modus zu schalten.

Die Big Lagoon ist nur 12 km vom Eingang entfernt und die Strecke ist einfach zu fahren, da sie überwiegend flach ist. Die Anfahrt war anfangs sehr aufregend, aber wenn man sich Zeit lässt, ist das Fahren im Sand wirklich nicht schwierig. Immer mit der Ruhe und langsam gemütlich den Sand hochschaukeln, dann bleibt man auch nicht im weichen Sand stecken.

Da wir im Schneckentempo fuhren, war auch das Bremsen kein Problem, als uns plötzlich eine relativ große Echse vors Auto lief. Sie glänzte silbern unter der brennenden Sonne – was für ein schönes Tier! Wenn du zu einer kühleren Jahreszeit vor Ort bist, kannst du im Park noch viele weitere Tiere wie Kängurus entdecken.

Blick über die unscharfe Motorhaube und den Seitenspiegel eines Ford Everest auf eine schnurgerade, leuchtend rote Sandpiste im Francois Peron Nationalpark. Die Piste führt durch weites, von trockenem Buschwerk gesäumtes Gelände bis zum Horizont unter einem strahlend blauen Himmel.

Nach ca. einer halben Stunde Fahrt kamen wir an der Big Lagoon an, parkten unseren Everest und spazierten durch die Gegend. Es gibt einen tollen Boardwalk mit Blick auf die Lagune. Plötzlich liefen meckernde Ziegen an uns vorbei – damit hatten wir hier gar nicht gerechnet! 😀

Achtung beim Baden: Wenn ihr in der Lagune schwimmen wollt, passt auf die im Sand liegenden Fische auf. Man soll fest ins Wasser stampfen, damit sie wegschwimmen. Warnschilder informieren über den sogenannten Stone Fish, der hier vorkommt. Ein Tritt darauf ist extrem schmerzhaft. Wir empfehlen dringend, Badeschuhe zu tragen!

Luftaufnahme der Big Lagoon im Francois Peron Nationalpark: Eine markante, fast kreisrunde Bucht mit flachem, hellem Wasser am Rand und einem auffällig runden, tief-türkisfarbenen Zentrum. Die Lagune wird von hellem Sand und einer weiten, flachen Landschaft aus roter Erde und dunklem Buschwerk umschlossen, die sich bis zum Horizont unter einem klaren blauen Himmel erstreckt.

Die große Tour in den Norden

Man kann auch die größere Tour durch den Nationalpark machen. Allerdings lohnt sich diese fast nur, wenn man im Park schläft. Da es nicht viele Stellplätze gibt und diese schnell voll sind, solltet ihr sehr früh aufbrechen.

Hier sind die Highlights der großen Route:

  • Herald Bight Campground (ca. 25 km): Liegt windgeschützt in einer Bucht im Osten. Perfekt zum Schwimmen und der einzige Platz mit direktem Strandzugang.
  • Gregoris und South Gregoris: Weiter nördlich gelegen. Bei Flut könnt ihr hier an einem der am besten zugänglichen Riffsysteme der Shark Bay toll schnorcheln. BBQ-Plätze sind vorhanden.
  • Bottle Bay: Bietet ebenfalls Zugang zum Meer, Campingmöglichkeiten, BBQs und Toiletten.
  • Cape Peron (ca. 45 km): Die Nordspitze ist bekannt für rote Sanddünen und Klippen am türkisfarbenen Meer. Von oben lassen sich oft Delfine, Mantas und Haie beobachten. Campen ist hier verboten, aber es gibt einen BBQ-Platz.
  • Wanamalu Trail: Ein 3 km langer Wanderweg vom Cape Peron zum Skipjack Point (Dauer: ca. 1,5 Stunden).

Reisende schwärmen von dem Campingerlebnis – wir wollen es auf einer unserer nächsten Reisen durch Westaustralien definitiv auch versuchen!

4 Wichtige Tipps für euren Roadtrip

1. Lebensmittel in Geraldton kaufen (Spartipp!) Westaustralien ist dünn besiedelt und die Preise an der Shark Bay sind sehr hoch. Die Lebensmittel haben dort leider oft nicht die beste Qualität. Geraldton ist eure letzte Möglichkeit, in einem großen Supermarkt einzukaufen. Wir haben uns reichlich mit Konserven, Wraps, Instantkaffee, Wasser, Obst, Gemüse und Toilettenpapier eingedeckt.

2. Isoliertaschen & Kühlbox Wir haben uns im BigW bei Perth eine Kühlbox für die Hitze gekauft. Für alles Ungekühlte empfehlen wir isolierte Taschen mit Reißverschluss (gibt es bei Coles, Woolworth oder Aldi). So schreckt ihr nachts um 2 Uhr nicht hoch, weil sich eine Kakerlake durch eure Lebensmittel gräbt (wie es uns passiert ist :D). Plastikbesteck, zwei Teller und Becher hatten wir auch immer griffbereit.

3. Rechtzeitig Tanken Immer wenn euer Tank dreiviertel leer ist: Volltanken! Auf langen Distanzen dürft ihr nicht plötzlich ohne Sprit dastehen. Google Maps ist hier nicht immer zuverlässig – Tankstellen können geschlossen sein, kein Benzin mehr haben oder das Kartenterminal streikt. Und denkt dran: Bei der Hitze seid nicht nur ihr durstig, sondern auch euer Mietwagen zieht ordentlich Sprit. 😉

4. Hitze & Schutz Es gibt im Nationalpark keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Duschen und keine Schattenplätze (nur WCs). Nehmt extrem viel Wasser, Sonnenschirme, Sonnencreme und Kopfbedeckungen mit. Ich bin auch immer froh über Longsleeves, da die Sonne erbarmungslos runterknallt. Für abends solltet ihr warme Kleidung einpacken, da es am Meer ziemlich windig werden kann.

Ein silberner Ford Everest 4x4 Mietwagen fährt auf einer tiefroten Sandpiste durch die aride Buschlandschaft des Francois Peron Nationalparks in Westaustralien unter strahlend blauem Himmel.

Mehr Tipps für Westaustralien

Ein wirklich toller Tag und für uns sehr lohnenswert! Wenn ihr Lust auf weitere Abenteuer habt, klickt euch einfach durch unsere weiteren Guides:

Du hast noch Fragen zum Francois Peron Nationalpark oder zum Fahren auf Sand? Schreib uns gerne einen Kommentar oder eine Nachricht über das Kontaktformular. Wir beantworten dir sehr gerne alle Fragen zu deinem Roadtrip. Du kannst uns natürlich auch über Instagram kontaktieren!

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(Weitere offizielle Infos findet ihr auch auf der Western Australia Webseite)

Drohnenaufnahme des Ford Everest von Auszeit Abenteuer auf einer schnurgeraden, leuchtend roten Sandpiste im Francois Peron Nationalpark. Das silberne Fahrzeug fährt durch eine weite, flache Landschaft mit dichtem, niedrigem Buschwerk auf roter Erde. Im Hintergrund ist eine blaue Lagunen- und Küstenlandschaft unter einem klaren Himmel zu sehen.

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